Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
513
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Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.

No. 33.

kripaig, am 18. Auguſt 1865.

III. Jahrgang.

Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.

Mondſchein⸗Studien.

Von

1*. Ernſt Freiherrn von Bibra.

Es war zur Zeit meines Aufenthaltes in Val⸗ paraiſo, als ein deutſcher Künſtler dort ankam, der ſchon etwa acht Jahre vorher die Weſtküſte Südame⸗

rika's beſucht hatte, und er war jenes erſte Mal noch ziemlich jung, denn der Mann war, als ich ihn ken nen lernte, noch nicht dreißig Jahre.

41 Nun iſt es keinem Zweifel unterworfen, daß die

Chilenen ganz charmante Leute ſind; es iſt aber eben ſo gewiß, daß der Sinn für Kunſt unter ihre ſchwäch⸗ ſten Seiten gehört.

Ich habe ſagen hören, daß die erſte, das heißt die unterſte Stufe des guten Geſchmackes durch das Wohlgefallen an colorirten Lithographien bezeichnet werde, während die höchſte bedingt ſei durch die Wür⸗

digung und das Verſtändniß der Antike. Wenn ich

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einfach bemerke, daß ich während der paar Monate, welche ich mich bis zu jener Zeit in Chile aufgehal⸗ ten hatte, faſt kein neues Kunſtproduct zu Geſicht bekommen hatte, als eben franzöſiſche colorirte Litho⸗ graphien, und wenn ich hinzufüge, daß man, und wie ich glaube nicht allein aus Artigkeit, meine eige⸗ nen Zeichnungen belobte, ſo iſt einerſeits damit dar⸗ gethan, daß der Geſchmack dort im Lande noch manche Stufe zu ſteigen hat, bis er zu Phidias, Myron, Naukydes, Praxiteles und Lyſippus gelangt; auf der andern Seite iſt es aber leicht erklärlich, daß ich, ſobald ich Nachricht von der Ankunft des Künſt⸗ lers erhielt, mich alſobald zu demſelben begab, um wieder einmal ein paar gute Zeichnungen zu ſehen.

Ich fand in demſelben einen ganz ausgezeichne⸗ ten jungen Mann, den ich Windler nennen wlll, ein⸗ fach aus dem Grunde, weil ich mich nicht erinnere, jemals irgend Jemand gekannt zu haben, welcher die⸗ ſen Namen führte, und unlieben Verwechslungen alſo damit vorgebeugt ſein wird.

Windler erzählte mir, daß er das erſte Mal die