Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
505
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n die Geheim⸗

dor der Hand des

winz, zu denen Krypte befreit ſen Stdtchen, u zugegen, als lusſagen machte. vergiftet. Der loo, hatte ihre Waldeapelle x⸗ eulich bewahtt, nes koͤniglichen eeiit verurtheilt

eiwia die Toch⸗ en ſei; daß er ſie uͤbergeben mme abgekauft

unte der Mör⸗ noch zweifel⸗ Bruſt des Pa⸗ er Oldersloo's, e8.

Oldersloo zu⸗ n vom Schloſſe en. Es ſchien ind ſich losge⸗ wahrſcheinlich verfallen war. Zda ward von ug das Erbe f das Stamm⸗ Ihre Che mit

Beſiß der Ol Gattin Minne⸗ zAlter, ebenſo lnem fteudigen

nilie begundigt

lthet.

Ueberm öden Haidelande

Drückend dumpfes Schweigen liegt; Dorrend zittern, wie im Brande Laub und Gras; die Quelle ſiecht.

Stumm und leblos ſteht die Heerde, Lechzend in der heißen Schwüle,

Senkt die Köpfe matt zur Erde, Schmachtend nach des Schattens Kühle.

Glühheiß ruht des Teiches Spiegel, Und in trüber Fluth die Fiſche, Und im Schilfe das Geflügel Flehen ſtumm nach Lebensfriſche.

Schwimmt ein weißes Wölkchen droben, Von der Sonne Gluthenflammen Wird's verzehret und zerſtoben,

Sinkt und rinnt es matt zuſammen.

Aber über Haid' und Triften Schillern, zauberiſch und ſchön, In den unbewegten Lüften Wunderbar des Südens Feen.

Und der Strahl, vor dem erſtarben Alles Leben, jeder Laut,

Hat in tauſendfachen Farben Goldne Schlöſſer aufgebaut.

Herbſtklang.

Iſt der Sommer ſchon vorüber

Mit dem goldnen Sonnenſchein? Kehrſt Du, Herbſt, Du öder, trüber, Wieder in dem Lande ein?

Müſſen, ach, ſchon wieder ſcheiden All' die Fülle, all die Pracht,

Alll die Wonne, all die Freuden,

Die der Frühling uns gebracht?

Dunkles Grün der duft'gen Blätter, Blumen, ſchön und farbenreich, In dem rauhen Herbſteswetter Welkt ihr hin, ſo kalt, ſo bleich! Und des Windes rauhes Wehen Reißt euch nieder in den Staub, Daß die Bäume traurig ſtehen, Einſam klagend ſeinen Raub.

Und dem Melodienreigen

Von dem tauſendſtimm'gen Chor,

Der gewohnt auf ihren Zweigen, Lauſcht vergebens noch das Ohr.

Vierte Folge. 50⁵

Fort ſind ſchon die Sänger alle, Weggezogen fern und weit,

Und des Waldes dunkle Halle Schweigt in tiefſter Einſamkeit.

Ausgetönt und ausgeklungen

Hat ſchon längſt das ſüße Lied, Das ſie ſcheidend noch geſungen, Das ihn traumhaft noch durchzieht, Wie ein ſtilles ſüßes Ahnen,

Wie ein zartes Frühlingsweh'n; Will es tröſtend ihn wohl mahnen An ein ſchönes Wiederſeh'n?

Rings im Wald herrſcht ſanfter Friede; Hie und da nur flüſtert's leis,

Wenn vom Baume, welk und müde, Fällt ein Blatt von Reis zu Reis. Ueber'n blauen Himmelsbogen

Hat der Schöpfer trüb und ſchwer

V Einen Trauerflor gezogen

Dicht mit grauem Nebelmeer.

Und die Sonn' von ihren Höhen Schaut in bleichem Glanz herab,

Wie mit langen Schmerzenswehen Auf des Frühlings ödes Grab.

Und, wo dort in Wieſengründen Murmelnd ſtill die Bächlein zieh'n, Blaſſe Herbſtzeitloſen winden

Einen Todtenkranz für ihn.

Tropfen hangen an den Blüthen; Sind es Thränen der Natur,

Weil der Lenz dahingeſchieden?

Heimweh nach der theuren Spur?

Sei getroſt! Was jetzt verborgen Ruhet in des Grabes Nacht,

Einſt am ſchönen Frühlingsmorgen Wieder hell zum Licht erwacht!

Literariſche Briefe von Otto Banck.

Dante's göttliche Komödie. Deutſch von Karl Eitner. Hildburghauſen, Bibliographiſches Inſtitut. 1865.

Sie ſehen in Dante einen Poeten, der ſich ſechs Jahrhunderte lang im Intereſſe der gebildeten Geiſter lebendig erhalten hat. Kein Wunder, daß dieſes In⸗ tereſſe durch ſeine Jubelfeier abermals neu angefacht wurde. Was dem Dichter vor Allem ſchon für ſein