Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
495
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Vierle Folge.

ein und 1807 wohnte er der Belagerung von Kopenhagen bei. In Folge des bei dieſer Gelegenheit entwickelten Eifers und ſeiner bewieſenen Geſchicklichkeit und weil er bei einem nächtlichen Angriff auf eine franzöſiſche Brigg in Booten im Tajo vor Liſſabon gedient hatte, wurde er 1818 zum wirklichen Chirurg auf dem Kriegsſchiff Hercules von 74 Kanonen be⸗ fördert. Während des Krieges mit den Vereinigten Staaten diente er als Chirurg bei dem 1. Bataillon Marinetruppen in Canada und Georgien. 1819 begleitete er als Wundarzt und Naturforſcher Sir John Franklin's erſte Expedition zur Erforſchung der nördlichen Polargegenden und eben ſo die zweite im Jahr 1825, bei welcher er zwei Boote befehligte, in denen er die Durchfahrt zwiſchen den Mündungen der zwei Flüſſe Mackenzie und Coppermine entdeckte. Im Jahr 1838 wurde er von Lord Minto, der damals erſter Lord der Admiralität war, zum Arzt der Flotte ernannt und im Jahr 1840 erfolgte ſeine Ernennung zum Inſpector der Hospitäler. 1846 wurde er von der Königin zum Baronet ernannt, ſeit welcher Zeit er Sir John Richardſon hieß. Außer vielen wiſſenſchaftlichen Berichten und Zeitſchrif⸗ ten hat er ſich als Naturforſcher einen Namen durch folgende Schriften erworben: Fauna Borealis Americana, Zoologi- cal Appendix to Sir Edward Parry's Second Voyage; The Ichthyology of the Voyage of the Erebus, the Ter- ror and the Sulphur. C.

Der Badeort Hammam Meskoutine in Algerien.

Der Kaiſer der Franzoſen, Napoleon III., will bei

ſeiner Reiſe nach Algerien in Hammam Meskoutine Bäder brauchen. Dieſes in Pariſer Blättern verbreitete Gerücht hat die Aufmerkſamkeit auf einen Badeort gelenkt, der ſicher den meiſten unſrer Leſer noch ganz unbekannt iſt, obgleich mehrere beſondre Abhandlungen darüber geſchrieben worden ſind. Namentlich hat Doctor Bertherand in ſeinem Werke über die Thermen Algeriens eine intereſſante Notiz darüber mitgetheilt, und nach ſeinen Angaben beſitzen die Bäder in Hammam Meskoutine wunderbare Eigenſchaften, die beſon⸗ ders bei rheumatiſchen Leiden von großer Wirkſamkeit ſind.

Dieſer Badeort liegt in dem Bezirk Guelma, zehn Ki⸗ lometres von Conſtantine, und wird von den Landes⸗Einge⸗ bornen und den Coloniſten ſehr beſucht. Es fehlt ihm, wie ſo vielen andern vorzüglichen Producten Algeriens, nichts weiter als in Frankreich und Europa bekannt zu ſein.

Guelma iſt mit dem Hafen Bona durch eine vortreffliche Departementalſtraße und mit Hammam Meskoutine durch eine im Sommer fahrbare Straße verbunden, die durch eine Fuhrt der Seybouſe und dann durch das Thal des Oued Zenati führt, an deſſen Ufern die Badeanſtalt liegt, die dort vor zwei Jahren von dem Doctor Moreau, Oberarzt des Civilhospi⸗ tals in Bona, errichtet worden iſt.

In der Provinz Conſtantine findet ſich auch der Bade⸗ ort Sidi⸗Meimoum, der noch aus der Zeit der Römer her⸗ rührt, und den ein unternehmender Franzoſe jetzt wieder voll⸗ ſtändig für die Benutzung herſtellen will. Derſelbe will nicht blos die alten Mauern wieder erneuern, ſondern ein förmli⸗ ches Badehaus errichten und dasſelbe mit Gärten umgeben, die in wenigen Jahren die herrlichſten Spaziergänge darbie⸗ ten werden.. C.

Misrellen.

In China iſt es durch das Geſetz geboten, dem Alter Ver⸗ ehrung zu erweiſen. Man begegnet in den Straßen von Pe⸗

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king häufig hülfloſen Greiſen, welche, zu arm, um Portechai⸗ ſen zu miethen, auf einer Art von Stuhlwagen ſitzen und ſich von ihren Enkeln ziehen laſſen. Ueberall auf ihrem Wege empfangen ſie die Huldigungen aller jungen Leute, welche in ihren Spielen oder Arbeiten inne halten, um eine achtungs⸗ volle Haltung anzunehmen. Die Regierung nährt dieſe Ge⸗ fühle u. A. auch dadurch, daß ſie Greiſen von ſehr hohem Alter gelbe Kleider verleiht. Das gelbe Kleid(man weiß, daß die gelbe Farbe zu tragen nur den Mitgliedern der kai⸗ ſerlichen Familie zuſteht) iſt die größte Auszeichnung, welche einem Privatmann verliehen werden kann. Mit ſiebenzig Jahren iſt jeder Chineſe verbunden, ſeiner Familie und ſeinen Freunden ein Feſt zu geben, denn er hat das ehrwürdige Alter erreicht. Hat er während ſeines langen Lebens Reich⸗ thümer geſammelt und beſitzt er viele Kinder, ſo hat er in den Augen des Volks das höchſte irdiſche Glück errungen. In gleicher Weiſe und übereinſtimmend mit jenen Gefühlen ehrt der Chineſe auch ſeine Voreltern. In keiner Hütte, ſei ſie auch noch ſo ärmlich, werden Täfelchen fehlen, auf welchen die Namen der Vorfahren, von dem Stammvater der Fami⸗ lie an bis zu dem letzt verſtorbenen Großvater herab, ver⸗ zeichnet ſind, und die in einer Niſche im Hintergrunde des Zimmers am Ehrenplatze hängen. Bei reichen Leuten fin⸗ det man ein beſonderes Zimmer, eine Art häusliches Sanc⸗ tuarium, welches alle Portraits und Reliquien der Familie enthält. Vor einem reich verzierten Altar, vor welchem be⸗ ſtändig Lampen brennen, werden zu gewiſſen Zeiten, die durch den Ritus vorgeſchrieben ſind, Wohlgerüche verbrannt, Gaben dargebracht und Andachten verrichtet. Kein Famili⸗ enhaupt würde in irgend einer wichtigen Angelegenheit eine Entſcheidung treffen, ohne in dem Tempel ſeiner Vorfahren mit ſich zu Rathe gegangen zu ſein, welche er gewiſſermaßer einladet, an den Leiden und Freuden ihrer Nachkommen theil⸗ zunehmen.

Im achtzehnten Jahrhundert wurden von den katholiſchen Miſſionären über den Cultus und die Verehrung, welche man dem Andenken des Confucius widmete, Unterhaltungen an⸗ geſtellt. Die Einen wollten ſie, als unſchuldig, beibehalten wiſſen, die Anderen verurtheilten ſie als abgöttiſch, und wur⸗ den darin vom römiſchen Hofe unterſtützt. Dieſer leidige Streit mißfiel aber der chineſiſchen Regierung, welche darin einen Beweis von Intoleranz erblickte und die Chriſten von nun an verfolgte. e.

Ddie Noth macht erfinderiſch. Nach dem Jahre 1848 kamen die Schuldgefangenen von Clichy auf die Idee, ſich zu aſſociiren, und die Behörde geſtattete ihnen hierzu vollkomme⸗ ne Freiheit, ſo daß die Freiheit die Aſſociation zum erſten Male in einem Gefängniß ausgeübt wurde. Das Self⸗ Government ſteht in Clichy in großen Ehren. Eine gewählte Commiſſion, lediglich aus Verhafteten gebildet, regelt die Be⸗ dingungen dieſer brüderlichen Vereinigung. Eine tägliche Beiſteuer von 10 Centimes verleiht jedem Mitgliede das Recht 1. auf einen Sparofen, welcher auf Koſten der Aſſo⸗ ciation hergeſtellt iſt; 2. auf Bäder zu ermäßigten Preiſen, 3. zur Theilnahme an dem Mitteagstiſch der Aſſociation gegen Erlegung von 50 Centimes. Durch größere Einkäufe kenn den Mitgliedern eine Nahrung geboten werden, welche eben ſo gut iſt als die der Soldaten. Die philanthropiſche Geſellſchaft zu Clichy hat zuweilen auch größere Sammlun⸗ gen bewirkt, um diejenigen ihrer Mitgefangenen zu befreien, weche wegen einer verhältnißmäßig unbedeutenden Summe eingeſperrt waren, wodurch aber eine Familie ſich ihres Haup⸗