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7tes beraubt ſah. Oft, wenn die Schuld zu bedeutend war,
Novellen-
hat die Caſſe wenigſtens die Ernährung der Familie beſtrit⸗ ten wenn ſie ſich nachweislich nicht ſelbſt erhalten konnte. Clichy enthält ein Billardzimmer, Damen⸗ und Schachſpiele; Kegel⸗ und andere Spiele befinden ſich in den Gärten. Alle dieſe Spiele ſind an einen Gefangenen verpachtet, welcher an die Caſſe der Aſſociation einen gewiſſen Pachtſchilling ent⸗ richtet. Es giebt hier auch ein Leſecabinet, welches vom Hrn. von Villemeſſant gegründet iſt. Für einen Sou erhält man zahlreiche Journale und Bücher zur Lectüre, welche jeden Tag in dieſe kleine Bibliothek geſendet werden.
Das wirkliche Clichy gleicht dem Clichy der Romane ſo wenig wie klares Waſſer dem Champagner. Man kann faſt mit völliger Beſtimmtheit behaupten, daß die einzigen Be⸗ wohner von Clichy beklagenswerthe Opfer der Unerfahren⸗ heit oder der Noth ſind, welche Verbindlichkeiten übernahmen, die über ihre Kräfte gingen. Diejenigen, welche ſie hierher liefern, ſind Geſchäftsleute der niedrigſten Gattung, welche mittelſt einer geringfügigen Anlage und der Strenge des Ge⸗ ſetzes auf das Elend und Unglück armer Teufel ſpeculiren.
— e.
Vom deutſchen Büchermarkt.
Sennor Aguila. Peruaniſches Lebensbild von Friedrich Gerſtäcker. Jena und Leipzig, Verlag von Hermann Coſtenoble.
Dieſe drei Bände beſchließen den Roman„zwei Repub⸗ liken“ und reihen ſich in ihrem Charakter der kürzlich von uns beſprochenen erſten Abtheilung„General Franco“ an. Ein ebenſo abenteuerlicher als lebendiger Charakter zieht ſich durch das Ganze, das eine Lectüre für die große Menge bil⸗ det und durch zahlreiche Epiſoden unterbrochen wird.
O. B.
Deutſches Novellenbuch. Hannover, Klintworth's Verlag. 1
Auch hiervon wurde der erſte Band bereits erwähnt, der, wie dieſer, aus einem Separatabdruckaus der deutſchen Nordſee⸗ zeitung beſteht. Die Verfaſſer ſind Willkomm, Habicht, Chatelain und Hirſchfeld. Sie haben vier Erzählungen ge⸗
Zeitung.
liefert, die der leichteren Unterhaltungslectüre angehören, von denen aber Willkomm's„Ein Paſtor auf den Halligen“ das meiſte Zeitintereſſe zu erwecken im Stande iſt.
O. B.
Schleſiſche Provinzialblätter. ben von Theodor Oelsner. ard Trewendt.
Aus einem ſehr löblichen ſchleſiſchen Localintereſſe hat die Verlagshandlung dieſe Monatsſchrift unternommen, und wir finden darin über Ethnographie und Hiſtorie, über Lan⸗ desſitten und Gebräuche, über ſchleſiſche Perſönlichkeiten und tagesgeſchichtliche Vorgänge viele vorzüglich für die Landeskinder beachtenswerthe Einzelheiten. In Provinzen, wo, wie in Schleſien, ein abgegrenzter Charakter herrſcht, ſind ſolche Unternehmungen für Wiſſen und Aufklärung fördernd.
O. B.
Herausgege⸗ Breslau, Verlag von Edu⸗
Die Bundesbrüder. Ein Freimaurer⸗Roman von OswaldStein. Leipzig, Verlag von Priber.
Dieſer wenngleich mit einer lebhaften Handlung durch⸗ wobene Roman wird weſſentlich durch ſeine gute Tendenz allen denen empfohlen, welche eine richtige Anſicht von der edlen Grundlage und den lauteren humanen Principen der Freimaurerei beſitzen. Wenn dieſelbe es auch nicht nöthig hat, gegen kleinliche Verketzerungen der Unwiſſenheit und des künſtlich erregten Argwohns vertheidigt zu werden, ſo ver⸗ hilft doch der Verſuch ſolcher Abweiſung zugleich manchen Nichteingeweihten zu einer für ſie ehrenvolleren Anſicht. Es bezeichnet ſich durch dieſes Streben das vorliegende Werk als einen Tendenzroman, deſſen pſeudonymer Verfaſſer an vielen Stellen den guten Willen an Stelle der Kraft zu verwenden ſucht. O. B.
Verſchollen. Novelle von Adolph Görling.(Fortſetzung.)— Literariſche Briefe von Otto Banck.
Inhalt:
Feuilleton. Der atlantiſche Telegraph.— Das Hofleben in Mexico.— Eine ſonderbare Geſchichte.— Sir John Richardſon.— Der Badeort Hammam Meskoutine in Algerien.— Miscellen.—
Vom deutſchen Büchermarkt.
Mit dem 1. Juli 1865 beginnt das Abonnement des III
Die
.Quartals auf
Lachtaube,
illuſtrirte Kinder⸗Zeitung. Herausgegeben von Frau Margarethe Lohmeier.
Dieſe überaus billige, mit vielen Illuſtrationen ausgeſchmückt
e, bis jetzt in ihrer Art wohl einzig daſtehende, nur Original⸗
Erzählungen, Märchen, Gedichte ꝛc. enthaltende Jugendſchrift erſcheint jeden Sonntag, iſt durch alle Poſtanſtalten und Buch⸗ handlungen zu beziehen, und beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich hier in Trier 7 ½ Sgr. Es iſt ein Wochenblatt, wie es
ſich die Eltern gewiß längſt für ihre Kinder gewünſcht haben; eine Kleinen paßt und worin ſie Gelegenheit finden, ſich am Einfachen Darſtellungen wahrhaft zu vergnügen und zu belehren.
Schrift, welche nur ſolches enthält, was in den Ideenkreis der und Schönen des häuslichen und Naturlebens, in Gedichten und
Damit keine Unterbrechung in der Verſendung geſchieht, beliebe man ſich recht bald bei den betreffenden Poſtanſtalten und Buch⸗
handlungen, ſowie in der Expedition zu abonniren.
So weit der Vorrath reicht, können neu eintretende Abonnenten die bisher erſchienenen Nummern gegen Zahlung
des erſten und zweiten Quartalbetrages nachgeliefert erhalten. Trier, im Juni 1865.
Erpedition, Liebfrauenſtraße No. 170 in Trier.
Redigirt unter Verantwortlichkeit von Ollo Sriedrich Dürr in Leipzig.— Verlag
der Dürr'ſchen Buchhandlung in Leipzig.— Druck von A. Edelmann in Leipzig.
Eine
Erſcinter jeden
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ſentann fernung
wiſchen


