Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
491
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Vierte Folge.

Die Unterwerfung Schamyl's im Oſten und die Aus⸗ wanderung der Tſcherkeſſen im Weſten des Kaukaſus ſind Ereigniſſe, von welchen die Tagespreſſe kaum flüchtig Notiz genommen hat, welche aber kommenden Geſchlechtern als die weitaus bedeutendſten Ereigniſſe dieſes Jahrhunderts erſcheinen werden..... 4

In der That hat Bodenſtedt den Orient mit ſinnigerem Auge betrachtet, als es ſonſt der Reiſende vermag, denn der Verfaſſer iſt dort ſo ziemlich ein Einheimiſcher geweſen und ſeine liebenswürdig um⸗ gängliche Natur verſtand es, ſich mit unterrichteten Eingebornen in ein geſelliges Einvernehmen zu ſetzen, das nach vielen Seiten hin über den Geiſt des Vol⸗ kes tiefe Aufſchluͤſſe zu geben vermochte. Sein an⸗ ziehendes dreibändiges WerkTauſend und Ein Tag im Orient, dem die Lieder des Mirza⸗Schaffy als zierende Beigabe geblieben ſind, eröffnet die Geſammt⸗ Ausgabe. Puſchkin, Lermontoff, Kolzoff und andere ruſſiſche Dichter, Shakeſpeares Sonette, drei Bände eigene Dichtungen und ein Band vermiſchte Schriften runden die Edition mit der Zahl von zwölf Bän⸗ den ab.

Das Publicum empfängt hier für einen ſehr billigen Abonnementspreis eine trefflich ausgeſtattete Auswahl der beliebten Bodenſtedt'ſchen Schriften, denn daß der Verfaſſer viel mehr als dieſe zwölf Bände geſchrieben hat, verdient als eine Bekundung ſeiner großen und literariſch mannigfaltigen Thätig⸗ keit erwähnt zu werden.

Otto Ule'sausgewählte kleine naturwiſſenſchaft⸗ liche Schriften bilden gleichfalls eine Art Geſammt⸗ ausgabe, die zu Lebzeiten des renommirten Autors von dieſem ſelbſt veranſtaltet wird.

Ule iſt ein Vertreter der Naturwiſſenſchaft, wie ihn ſich das Volk nicht beſſer wünſchen kann, da er

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es verſteht, ſein großes Wiſſen und ſeinen reichen Erfahrungsſchatz in faßlichſter Weiſe für die Menge fruchtbar zu machen, ohne dabei in unwürdige Spie⸗ lereien der modernen Vortragsmanier zu verfallen. Dem Schein abstracter Gelehrſamkeit feind und im⸗ mer mit Gefälligkeit an die Erſcheinungen des täg⸗ lichen Lebens, an die Bedürfniſſe für Haus und Fa⸗ milie anknüpfend, macht Ule das Wiſſen für den Laien praktiſch und legt dafür gleich in den erſten drei HeftenChemie der Küche eine ſo feſſelnde als nutzenbringende Probe ab. Der Text wird durch die nothwendigſten Illuſtrationen unterſtützt, und eine bündige Kürze ſichert in allen Artikeln gegen die Sorge vor Ermüdung des Geiſtes, die unſere Zeit leider nur zu ſehr flieht.

Die andern beiden Geſammtwerke, die Mügge' ſchen Romane und die Herloßſohn'ſchen Schriften, gehören bereits verſtorbenen Verfaſſern an; aber ob⸗ gleich Beide Männer waren, die ſich nicht dem hei ligen Ernſte der Muſen, ſondern nur dem Dienſte einer leichten Unterhaltungslectüre gewidmet hatten und zugleich in der Maſſenhaftigkeit und Raſchheit der Production bedenklich wetteiferten, ſo legen doch dieſe Geſammtausgaben(bei Mügge ſchon in zweiter Auflage vorhanden) Zeugniß davon ab, daß ein wirk⸗ licher poetiſcher Gehalt, ein geſundes, warmblütiges Phantaſieleben in den Schriften beider Verfaſſer viel⸗ fach anzutreffen ſind. Ich will damit beide Talente weder als ebenbürtig, noch als durchaus ähnlich be⸗ zeichnen; aber ſie gehören Beide zur großen Claſſe ſtofflicher Erfinder, die Verſtand und Anſchauung ge⸗ nug beſaßen, ihrer Compoſition den Stempel einer gewiſſen Tendenz aufzudrücken. Mügge zeichnet ſichi außerdem vor vielen modernen Romanſchreibern durch einen etwas beſſeren Styl und gewiſſenhaftere An⸗ wendung von Lebenserfahrung aus.

Feuilleton.

Der atlantiſche Telegraph.

Bei der großen Spannung, mit welcher man allgemein der Herſtellung der telegraphiſchen Verbindung Europas und Amerikas entgegen ſieht und die vollkommen berechtigt iſt, weil dieſelbe unermeßliche Vortheile der mannigfaltigſten Art herbeiführen wird, dürfen wir wohl annehmen, daß die neu⸗ eſten Nachrichten über dieſen Gegenſtand, welche die Times vom 19. Juni bringt, unſern Leſern willkommen ſein werden, da dieſelben die ſo ſehr gewünſchte Herſtellung dieſer Verbin⸗

dung in ganz kurzer Zeit in ſichere Ausſicht ſtellen. Die Ti⸗ mes theilt darüber nämlich Folgendes mit:

Alle Vorbereitungen für das Verſenken des großen Te⸗ befanden ſich aber auch 7000 Tonnen Steinkohlen auf dem

legraphentaus nähern ſich ihrem Ende. Am 14. Juni ſegelte der Amethyſt, welcher das letzte 245 Meilen lange Stück dieſes Taus an Bord genommen hatte, von den Telegraph Works bei Greenwich nach dem Medway, wo der Great Ea⸗ ſtern vor Anker lag, ab und am 17. Juni begann die Opera⸗ tion des Rundlegens oder Aufwickelns des Taus und dieſe Operation ſollte bis zum 22. Juni beendigt ſein und war es auch. Nach Beendigung dieſer Operation hatte der Great Eaſtern beinah 7000 Tonnen Tau und mit den drei eiſernen Behältniſſen, worin es rund gelegt, und dem Waſſer, mit dem es bedeckt iſt, zuſammen 9000 Tonnen an Bord. Außerdem