Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
471
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Vierle Folge.

Gedichte von M. Pilgram ⸗Hiehl.

Sommerabend.

Wie herrlich iſt die Welt in dieſer Stunde! Die Blume duftet, und die Ranke webt, Der Sonnenball verſinkt im Flammengrunde, Und durch das All ein Ahnungsſchauer bebt. Du holde, zaubervolle Dämmerſtille,

Wie ſänftigſt Du den Schmerz, die laute Luſt, Und leiſe legſt Du Deine weiche Hülle Beſchwichtigend um jede Menſchenbruſt.

Wie herrlich iſt die Welt in dieſer Stunde! Die Lüfte ſchweigen, nur die Quelle lallt, Die Nachtigall klagt ſüß im Blumengrunde, Und Geiſterſtimmen ſäuſeln durch den Wald. Und dorten überm dunkeln Tannenhügel

Der Sterbeglanz des Tages ſanft verglüht, Die Muſe naht auf leichtem Götterflügel Und flüſtert in mein Herz dies Abendlied.

Wie herrlich iſt die Welt in dieſer Stunde! Der Mond erglänzt am weiten Gotteshaus, Hernieder tönt's wie eine heil'ge Kunde Und Engel ſtreuen goldne Sterne aus.

Und ſiehſt Du ihren Händen wohl entgleiten Auf unſre dunkle Erde ſolchen Stern,

Dann mildert ſich ein herbes Menſchenleiden,

Und eine Seele wendet ſich zum Herrn.

Warum beweinen ſolchen Tod?

O, wunderbare Sehnſuchtslieder Rauſcht mir der junge Frühlingshain, Sie wecken heil'ge Schmerzen wieder, Ich denke, ſchönſte Seele, Dein.

Es war ein Lenz, der Dich geboren, Ein Lenz trug Dich zum Morgenroth, Ein Engel warſt Du auserkoren, Warum beweinen ſolchen Tod?

Es war ein Maientag voll Düfte,

Da flocht ich einen Veilchenkranz

Dir um das Haupt, und Frühlingslüfte Umkoſten Dich im heitren Tanz.

Und leiſe trug man Dich zum Hügel,

Um den der Frühling knoſpend lag,

Ein Engel ſchlug um Dich die Flügel, Wir ſchauten Dir voll Sehnſucht nach.

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So ſchön Dein Tod Dein kurzes Leben, Es war ein holdes Lenzgedicht. Dein Herz hat Liebe nur gegeben,

V Und Lächeln nur Dein Angeſicht.

Sophia, ſüße Maienroſe,

Dein Blühen war kein irdiſch Roth, Für Dich der Himmel, Dornenloſe, Warum beweinen ſolchen Tod?

Literariſche Briefe von Otto Banck.

Elektricität und Magnetismus in ihrer Bedeutung für's praktiſche Leben. Von Wilh. Baer. Leipzig, bei Ambroſius Abel.

Das Intereſſe, welches Sie ſchon bei den alten aulee den Naturwiſſenſchaften zugewendet finden, wofür ja Ariſtoteles der lebhafteſte Zeuge iſt, hatte

ſich im dunkeln Mittelalter im Myſticismus verloren, iſt aber in neuerer Zeit in einem immer lebhafteren und die irdiſche Macht der Menſchen verſtärkenden Wachsthum begriffen. Elektricität und Magnetismus ſihs darin eine hervorragende Rolle. Es dürfte Manchem intereſſant ſein, zu vernehmen, ob dem grauen Alterthume hierin ſchon Entdeckungen und ein beſtimmtes Wiſſen zugeſchrieben werden dürfen oder nicht.

In neuerer Zeit iſt vielfach die Behauptung auf⸗ geſtellt worden, daß die Kenntniß der elektriſchen Er⸗ ſcheinungen, die uns ja ſo vielfach und in außeror⸗ dentlicher Großartigkeit in der Natur ſelbſt entgegen⸗ treten, im Alterthum lange nicht ſo armſelig geweſen ſei, wie man allgemein glaubt. Da der rege und ſcharfſinnige Geiſt der Alten ſo viele Thatſachen ent⸗ deckt und ſo viele Theorien erſonnen hat, ſo konnte man nicht annehmen, daß man ſich ſo ganz gleichgül⸗ tig gegen die elektriſchen Erſcheinungen in der Natur ſelbſt ſollte verhalten, und nicht verſucht haben, Mit⸗ tel ausfindig zu machen, um ſolche abzulenken oder willkürlich hervorzurufen. So hat man denn neuer⸗ V dings aus den alten griechiſchen und römiſchen Schrift⸗ ſtellern mit Beſtimmtbeit gefolgert, daß das Alter⸗ thum tief in das Studium der Elektricität eingedrun⸗ gen ſei, ja daß die Gelehrten der Neuzeit, wie bei [ſo vielen anderen Gelegenheiten, auch hier nur eine alte verlorene Wiſſenſchaft wieder aufgefunden hätten. Vornehmlich hat der 1857 zu Halle verſtorbene Profeſſor Schweigger einen außerordentlichen Fleiß aufgewendet, um nachzuweiſen, daß unter den Sym⸗ bolen der griechiſchen Mythologie einige der werth⸗