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Far Weſt.
Einen ganz eigenthümlich myſteriöſen Anſtrich haben die Ebenen von Far Weſt in Californien. So weit der Blick reicht, entdeckt er nichts als den blauen Kreis des Hori⸗ zonts. So wie auf dem Meere das Auge vergebens auf einem Gegenſtande zu ruhen ſucht, welcher ſeine Aufmerk⸗ ſamkeit auf ſich zu ziehen vermöchte, ſo verliert und verirrt es ſich in den Ebenen von Far Weſt, und kann daſelbſt
nichts unterſcheiden als die Scheidelinie zwiſchen Himmel und Erde.
Wenn dieſe Einförmigkeit des Bodens, die völlige Ab⸗ weſenheit von Terraingegenſtänden, von Wäldern, Hügeln u. ſ. w. anfänglich zwar jede Beſergniß vor einer Gefahr in dieſen endloſen Ebenen verſcheucht, ſo erfüllt dieſe Einför⸗ migkeit ſelbſt, dieſes Schweigen der Natur das Herz doch mit einer unbeſtimmten Furcht und einer tiefen Entmuthigung. Der Auswanderer reiſt auch nicht allein in dieſen Ebenen. Wie man ſich in der afrikaniſchen Wüſte zu Karawanen verei⸗ nigt, ſo verſammeln die Reiſenden in den Ebenen von Far Weſt ihre Wagen und ihre Laſtthiere, um ſich gegenſeitig bei— zuſtehen und ſo die weiten Flächen mit geringerer Beſchwer⸗ de zurückzulegen.
Dieſe Vorſicht iſt übrigens keineswegs überflüſſig, denn die Einſamkeit dieſer Orte iſt nur eine ſcheinbare. Wenn man kein anderes Geräuſch vernimmt als das der Peitſche, die der Auswanderer über ſeinem Pferde ſchwingt, oder des Hirten, welcher ſeine Heerde vor ſich hertreibt, ſo ſind doch unſichtbare Weſen, Eingeborne zur Stelle, welche die Schritte des einwandernden Goldgräbers bewachen, ſtets bereit, ihn in einen Hinterhalt fallen zu laſſen.
Plötzlich taucht aus dem hohen Graſe ein menſchlicher Kopf, dann ein ganzer Körper auf; das iſt der Indianer, der
die Profanation ſeines Landes rächen will, denn nach ſeinen
„Begriffen wird dieſer jungfräuliche Boden von den Schrit⸗ ten eines Fremden entweiht.
Raſch ſpannt er ſeinen Bogen und ſchießt einen ver⸗ gifteten Pfeil ab. Das Opfer ſtürzt nieder wie vom Blitz erſchlagen. Woher der Schuß gekommen iſt? Niemand weiß es. Wohl ſah man den fallen, der ihm zum Ziele diente, aber man ſah den Pfeil ſelbſt nicht fliegen. Verge⸗ bens durchſucht man die Ebene, ſie iſt ſtumm und einſam wie immer. Nichts verräth die Gegenwart des Wilden, ſelbſt das Gras bleibt unbeweglich und bewahrt das Geheimniß deſſen, den es verbirgt. Man feuert auf das Gerathewohl einige Flinten⸗ oder Revolverſchüſſe ab, endlich höhlt man ein Grab aus, ſtellt vermittelſt zweier Stücke Holz ein Kreuz⸗
chen her und ſetzt ſeinen Weg fort, auf dieſe Weiſe von Zeit u Zeit einen der Seinigen in den Boden verſenkend, wo ihn
d feil des unſichtbaren Jägers feſtbannte.
Zuweilen jedoch, wenn die Indianer in hinreichender Anzahl beiſammen ſind, wagen ſie es, ihre Feinde offen an⸗ zugreifen. Dann entſpinnt ſich zwiſchen den Auswanderern und den Wilden ein entſetzlicher, erbarmungsloſer Kampf.
Aber wir haben noch nicht alle Myſterien dieſer Ebenen enthüllt; andere Gefahren bedrohen Euch, wenn Ihr am ſorg⸗ loſeſten ſeid. Plötzlich weicht der Boden unter Curen Fü—
ßen zurück. Die Natur ſcheint ihrerſeits ſich gegen den
Menſchen vertheidigen zu wollen, der aus weiter Ferne her⸗
— bei kommt, um ſie zu zähmen. Auf einige Ellen Entfernung bemerkte man noch nichts und mit Einem Male befindet man
46 ſich am Ufer eines Fluſſes. Konnte man das Vorhandenſein
dieſes unerwarteten Hinderniſſes vorherſehen? Bei einer
Uunterſuchung der Ebene entging es auch dem ſchärfſten Blick, 8 4 4 ·.
Vierle Folge.
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aber an dem Gebahren der Heerde konnte man es gewahren. Das Waſſer zieht die Thiere an, ſie beeilen ihre Schritte, um deſto eher ihren brennenden Durſt zu ſtillen. Dieſe Flüſſe gleichen in keiner Weiſe den Flüſſen anderer Gegenden; ihre ſenkrechten Ufer tragen nicht die geringſte Vegetation. Das Waſſer ſtrömt geräuſchlos in einem tiefen Bett dahin, in welches man ohne den Inſtinct ſeiner Thiere hinabgeſtürzt ſein würde.
Faſt immer verläuft ſich der Fluß, nachdem er von ſei⸗ ner Quelle an einige Meilen lang zu Tage gefloſſen, wieder in der Erde.— e.
Misrellen.
In Neapel wurde im vorigen Jahre von einem Patrio⸗ ten den Großen und Kleinen im Volke in der bequemſten Weiſe Gelegenheit zur Ausbildung im Leſen und Schreiben geboten. Es war ein gut berechnetes Entgegenkommen, daß er um der Vorliebe willen, die der Neapelitaner für die Straßen und für ungezwungenes Leben hat, in einer nicht allzu belebten Gaſſe einen Lehrer mit dem nothwendigen Apparate aufſtellte, um in den Nachmittagsſtunden Jedem, der lernen wollte, Anleitung zu geben. Obwohl der Unter⸗ richt nicht nur unentgeltlich war, ſondern ſogar den Schülern tägliche und wöchentliche Prämien in Ausſicht ſtellte, ſah man doch nur in der erſten Zeit einige alte und junge Schüler zu den Füßen des Lehrers ſitzen. Sie fanden dann das Geld⸗ ſtück, um welches es ihnen dabei zu thun war, zu theuer er⸗ kauft, und der Lehrer wartete bald vergeblich auf ſeinem Poſten.— e.
Vom dentſchen Büchermarkt.
Ewige Liebe, von Melchior Meyr. Braunſchweig, Verlag von Weſtermann.
Ganz im Tone der ausgezeichneten Schreibweiſe, des conciſen Gedankenreichthums, der edlen philoſophiſchen Bil⸗ dung, wie wir dieſe Eigenſchaften vom Verfaſſer der„Dorf⸗ geſchichten“,„Aus dem Rieß“, der„vier Deutſchen“, der „zweiten Liebhaberin“, gewohnt ſind, tritt uns auch dieſer Roman entgegen. Meyr, nicht weniger ein fertiger Künſtler als ein geklärter Denker, verſchmäht in ſeinen Compoſitionen alle Ueberladung und geht nur auf Einfachheit, verbunden mit Wahrſcheinlichkeit, auf Innigkeit des Gefühls, erhöht durch Schönheit des Ausdruckes, aus.
Leider muß man zur Beſchämung des gebildeten deut⸗ ſchen Publicums ſagen, daß die meiſten, und unter ihnen ſehr intelligente Leſer mit dieſer ſchönen dichteriſchen Oeko⸗ nomie nicht zufriedengeſtellt ſind. Sie wollen ſich in der Stofflichkeit, im Vielgeſtaltigen des Erzählten Genüge thun und ihre Phantaſie an dem Reiz des Materiellen berauſchen. Auf pſychologiſche Motivirungen kommt es ihnen leider faſt gar nicht mehr an, recht ſehr aber auf Thaten, auf Abenteuer, auf Spannungen und Ueberraſchungen. Die treffliche Zeich⸗ nung einer Seelenſtimmung wird recht gern hingegeben für die Beſchreibung eines bunten Rockes oder für die Allotria unnützer Epiſoden, welche die Grundlinien eines literariſchen Gemäldes disharmoniſch zerreißen.
Solche Nichtsnutzigkeiten, die der ſchlechte Geſchmack des großen Haufens durch den Namen Erfindungstalent zu ehren ſucht, flieht Meyr. Es ſoll nicht darüber geſtritten werden, ob er nicht zum Vortheil des poetiſchen Eindrucks hier und da etwas concreter darſtellen könnte, um lieber durch


