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blind gehorchen, als den Ort der Fiſcherei bezeichnet, legen ſich die Barken vor Anker. Iſt dieß in der angemeſſenen Entfernung geſchehen, ſo rücken zwei und zwei zuſammen, nicht nur, um die Arbeit abwechſelnd zu thun, die außer⸗ ordentlich anſtrengend und mühſam iſt, ſondern auch, um ſich in Fällen der Noth gegenſeitig zur Hülfe ſein zu können.
Das wichtigſte Geſchäft iſt nun die Iſigne herzuſtellen; dieß iſt nämlich der Name für die Maſchine oder das Werkzeug, mit welchem geſiſcht wird. Unſere Leſer werden fragen: Worin beſteht denn dieſe? Nun, ſie iſt ſehr ein⸗ fach, aber ſie dient dem Zwecke, und der Menſch braucht doch nicht in die Tiefe hinab zu tauchen, wie das in den früheren Zeiten geſchah und bei der Perlen⸗ fiſcherei, namentlich in und bei Californien, noch heute der Fall iſt, wovon ich vielleicht ein andermal erzähle. Dieſe Iſigne beſteht in zwei kreuzweiſe an ein⸗ ander befeſtigten, etwa drei und eine halbe Elle langen Balken, die da, wo ſie in der Mitte ineinandergefügt ſind, um das gleichſchenkelige Kreuz zu bilden, einen eiſernen Ring für das Tau oder Seil haben, und an welcher Stelle auch das beſchwerende Gewicht ſich befindet, etwa ein Stein von 60 bis 70 Pfunden, der die Maſchine in die Tiefe zieht.
An den vier äußern Enden des Kreuzes ſind wieder eiſerne Ringe, an denen das aus dicken und ſtarken hänfenen Stricken gewobene Netz befeſtigt iſt, das auch ſeine 10 bis 12 Pfunde wiegt und Maſchen hat, die etwa eine Weite von vier Zoll haben. Unter dem Kreuze ſind noch kleinere, Beuteln ähnliche Retze von gleicher Stärke befeſtigt. Natuͤrlicher Weiſe iſt nun zum Schwenken dieſer Maſchine ein Tau oder Seil an einem dicken Ringe feſtgemacht, das etwa 30 bis 40 Fuß lang iſt und an ſeinem oberen Ende wieder einen eiſernen Ring hat, durch welchen die ſtarke, etwa zweihundert Fuß lange Leine läuft, welche des Fiſchers Hand hält, und die außerdem an der Barke befeſtigt iſt, damit ſie nicht verſinkt, wenn ſie etwa ſeinen Händen entgleiten ſollte. Bei der Schwere dieſer Vorrichtungen begreift es ſich leicht, daß die Arbeit keine leichte iſt, und robuſte Kräfte fordert. Iſt nun Alles in der Ordnung, ſo läßt der Fiſcher die Maſchine in's Meer hinab, die bis auf den Boden ſinkt. Fühlt er, daß ſie den Meeresboden erreicht hat, ſo beginnt er ſie zu ſchwenken und in die Höhe zu heben und wieder aufſitzen zu laſſen. Durch dieſe Erhebung und Senkung der Maſchine und durch das Hin⸗- und Herdrehen und Schwenken werden die Korallen abgeriſſen und bleiben in den Netzen vermittelſt ihrer Aeſte hangen. Fühlt der Fiſcher an der wachſenden Schwere der Maſchine daß er Korallen im Netze hat, ſo windet er mit Hülfe ſeiner Genoſſen das Seil ſehr langſam und vorſichtig auf, und bringt ſie herauf, um die Netze ihrer Korallen zu entladen. Leider täuſcht er ſich oft gar ſehr und hat wenige oder gar keine in den Netzen. Dann wird die Stelle gewechſelt, finden ſich aber viele Korallen in den Netzen, ſo ſchließt er, daß die Stelle reich und ergiebig iſt, und die Maſchine ſinkt an derſelben Stelle noch einmal hinab, wo denn nun ein Anderer an die Stelle des todtmüden erſten Fiſchers treten muß, der der Ruhe dringendſt bedarf. Iſt der Fang gut, ſo zieht er acht bis zehn Pfund ſchöner Korallen mit den Netzen herauf, allein das wechſelt begreiflicherweiſe außerordentlich. So wird die Fiſcherei vom grauenden Morgen bis zum Sternenlichte fortgeſetzt, mit einer ungeheuern Kraftanſtrengung, und nur der allernothwendigſten Ruhe. Der Fiſcher iſt dabei den ſengenden Strahlen der Sonne ſchutzlos ausgeſetzt; ſeine Nahrung beſteht in etwas geweichten Zwiebacks und einigen Früchten, ſo weit ſie reichen; höret der Vorrath auf, ſo nährt ihn der Zwieback allein und ſeine Arbeit iſt die Schwerſte, die man ſich denken kann. Und der Lohn?— Ein zehnjähriger Durchſchnitt hat etwa einen Ertrag von nahezu fünfzehn Tauſend Gulden jährlich ergeben. Aber wieviel geht auf die Abgabe an den Staat? Wieviel auf die Beköſtigung und Rüſtung? Da bleibt kaum der Lohn von etwa 6—7000 Gulden für die Sommerszeit, und vertheilt man die Summe auf die Bevölkerung von Zlarin, die 5157 Köpfe beträgt, ſo kann ein Schul⸗
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