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um Euer Vermögen! Die Dummköpfe ſagten: Es heißt: Gott verſuchen! Die Abergläubiſchen meinten: Es müſſe Unglück und Verderben daraus erwachſen, denn es ſei ein teufliſches Weſen! Kurz— es ſtand ein Heer mannig— faltiger Gegner gegen ihn auf. Er lächelte und ſagte: Es geht doch und muß gehen; und erſt, wenn ſie die Erfolge mit Händen greifen, wenn der Vortheil ihre Taſchen füllt, werden ſie es verſtehen lernen, was dadurch für die Welt gewonnen iſt!—
Um dieſe Zeit heiſchte es die fortgeſchrittene Bildung ſeines Sohnes, daß er auf eine Univerſität gehe.
Mit der längeren Trennung von ihm, dem Einzigen, der ihm gemüthlich und in treuer Kindesliebe nahe ſtand, war Stephenſon's häusliches Leben gänzlich verwaiſt, und dieß häusliche Leben war bisher der Tempel des Frie⸗ dens und der Ruhe geweſen nach Arbeit, Kämpfen und Stürmen. Er ſah, daß ihm nun der letzte, theure Reſt dieſes Glückes ſchwand und— der Ge— danke, in eine zweite Ehe zu treten, wurde in ihm wach.
Er hatte die Tochter eines Farmers oder eines freien Landwirths, Bauers, wenn wir wollen, kennen gelernt, ein Mädchen, das mit Fanny viel Ver⸗ wandtes hatte, gebildet am Geiſte, treuen, ſanften Herzens war, und raſch warb er um ihre Hand, und ſie wurde ſeine liebe, wackere Hausfrau.
Nun ging für Stephenſon ein anderes Leben auf. Er hatte wieder eine Häuslichkeit und eine glückliche, denn Eliſabeth war eine wackere Frau und eine Stiefmutter, die dieſem Namen die ſcharfe Spitze abbrach und ihm ſein Bitteres und Aetzendes nahm.
Sein Sohn machte ihm große Freude und zeigte ſich als würdiger Sohn eines ſolchen Vaters.
Schon nach dem erſten Halbjahr ſeiner Studien löſte er die mathematiſche Preisaufgabe der Univerſität und gewann mit großen Ehren den Preis.
Das war eine große Freude und des Vaters Angeſicht ſtrahlte, wenn er zu ſeinen vertrauteſten Freunden(Andern würde er es aus angeborener Be⸗ ſcheidenheit nicht geſagt haben) davon redete. Auch über ihn ſelbſt klärte ſich das allgemeine Urtheil mehr und mehr auf. Viele ausgezeichnete, verdienſtvolle und hochgeſtellte Männer erkannten ſeinen Werth an; nur die Hochweiſen, die da meinten, ſie hätten alles Erkennen und Verſtehen im Pachte oder Allein⸗ beſitze, blieben auf ihrer liebloſen Behauptung, er ſei ein Schwindler und Narr, theils, weil ſie das beſſere Wiſſen von ſich abhielten, oder ſich ſchämten, ihre früheren, harten Ausſprüche über den verdienſtvollen Mann zurückzunehmen, oder endlich, weil es ſie ärgerte, daß ein Mann aus dem Volke, der keinen ſogenannten Bildungsgang auf gelehrtem Wege gemacht, ſich zu ſolcher Höhe des Verſtändniſſes empor geſchwungen und ſelbſt ſie überflügelt hatte, die doch auf Univerſitäten geweſen und Latein und Griechiſch verſtanden.
Stephenſon achtete ihrer jetzt ſo wenig, als früher. Er ging ſeinen Weg rüſtig und muthig weiter und wiegte ſeinen Lieblingsgedanken in ſeiner Seele, eine Eiſenbahn zu bauen, auf der mit dem Dampfwagen Güter und Menſchen raſch weiter befördert werden könnten.
Ueber das, was er als wahr und heilſam erkannt hatte, ſprach er ſo licht⸗ voll, ſo begeiſtert, daß, wer ihn hörte, davon überzeugt werden mußte. Sein reiches Wiſſen gab ihm alle Waffen, die Einwürfe, die man ihm machen mochte, ſiegreich niederzuſchlagen, und grade das nach allen Seiten Durch⸗ dachthaben befähigte ihn ganz beſonders dazu, ſeine Gegner ſo zu widerlegen, daß ſie ſchweigen mußten.
Raſchere Beförderungsmittel für den geſammten Verkehr der Menſchen traten als ſchreiendes Bedürfniß überall zu Tage.
Ein Beiſpiel iſt hier für Viele entſcheidend. Wer hat nicht ſchon von der unermeßlichen Thätigkeit der Fabrikſtadt Mancheſter gehört? Wer wüßte nicht, daß in dieſer Fabrikſtadt die Baumwolle der Rohſtoff iſt, deſſen ſich die er⸗ folgreichſte Thätigkeit bemeiſtert hat, um ihn in der mannigfaltigſten Geſtalt
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