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Der Goldschmied Jancovius. 439
den Eindruck aus, den das Geſtändniß des Dittmann hervorgebracht, als er es bei einem Beſuche des Staats⸗ anwalts im Gefängniß in Anweſenheit des Gefangen⸗ wärters wiederholte. Er legte es mit allen Zeichen wahrer Reue ab und bekannte, daß er ſich bei den frü⸗ heren Betheuerungen ſeiner Unſchuld oft verſchworen habe. Auch verſicherte er, daß er dies Bekenntniß vor der ganzen Welt wiederholen wolle, und zeigte eine innere Empörung gegen Jancovius, ſeinen Verfüh⸗ rer.
Nach Verlauf einiger Monate, und nachdem die Sache beſonders noch im Cabinet wiederholentlich reif⸗ lich geprüft und erwogen worden,*) ging endlich das königl. Conſirmationsreſcript ein. Als daſſelbe Jan⸗ covius publicirt wurde, erklärte er nochmals, daß an ihm ein Juſtizmord begangen werde, daß er jedoch Gott für die um Vergebung bitte, die daran ſchuld ſeien. Dittmann verſicherte fortwährend unter Thränen und Betheuerun⸗ gen ſeine Unſchuld und war ſo aufgeregt, daß er ſich gar nicht faſſen und zuletzt keinen Gedanken mehr vor⸗ bringen konnte. Endlich verlangte er nach einem Geiſt⸗ lichen.
Am 13. October 1852 ſollte das Erkenntniß voll⸗ ſtreckt werden.
Mehre Wochen waren verfloſſen, ſeitdem den bei⸗ den Mördern die königliche Beſtätigungsordre jede
*) Dem Gerüchte nach hätten ſich beim Criminalgerichte auch diſſentirende Stimmen erhoben, welche ihre motivirte Vota, mit dem Antrag, die Beſtätigung zu verſagen, zu den Acten reichten.
D. Red.


