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Der Goldschmied Jancovius. 435
hältniſſe ſo, wie ſie die Anklage mittheilt. Einige an⸗ dere Zeugen hingegen, welche jedoch ſämmtlich mit Jan⸗ covius nicht näher bekannt geweſen, ſtellen die Ehe, na⸗ mentlich in der letzten Zeit, als eine ganz glückliche dar.
Die Hebamme Henſchel ſpricht von dem großen Taufen, das der Angeklagte Dittmann ſeiner Frau ver⸗ ſprochen. Später habe dieſe ihr vorgeworfen, daß ſie, die Zeugin, davon etwas vor Gericht ausgeſagt habe, mit dem Hinzufügen, es ſei ganz natürlich, ein Bauer gebe das Geld dazu. Die verehl. Dittmann muß dies als richtig zugeben.
Mit Bezug darauf, daß der Gendarm Halliger ausgeſagt, es ſei ihm erzählt worden, daß es in der Nacht nach der That ſehr nach verbranntem Tuchzeug gerochen, bekundet noch die Träger, daß ſie damals in der Richtung vom Jancovius'ſchen Hauſe her einen ſehr ſtarken Geruch wahrgenommen habe. Auch ſagt der Sergeant Voigt, welcher in jener Nacht dort ge⸗ wacht hat, es habe um 12 Uhr wie nach brennenden Lumpen und Stoffen gerochen.
Der Schauſpieler Ruhle hat ſich in ebenderſelben Nacht mit Jancovius in einer Stube befunden. Letz⸗ terer habe, ſagt dieſer Entlaſtungszeuge, in ſeinem Beiſein einen Brief geſchrieben und ihn dann auch fortgetragen. Dies müſſe gegen Morgen geweſen ſein. Jancovius ſei nur kurze Zeit fortgeblieben und habe ſonſt das Zimmer nur verlaſſen, um Holz zu holen.
Der Präſident ſchließt nunmehr die Beweisaufnahme mit der Verleſung der Ausſagen der heut nicht erſchie⸗ nenen Zeugen. Unter dieſen iſt namentlich die des Poſtbeamten erheblich, welche in Betreff des angeblich von Jancovius in der Nacht auf die Poſt getragenen Briefs die Behauptungen der Anklage beſtätigt. Die
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