Zeitschriftenband 
24 (1856)
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432 Der Goldschmied Jancovius.

gemacht und ſie deßhalb waſchen laſſen. Er habe gleich denMiethsmann, ohne deſſen Namen zu nennen, ver⸗ dächtigt, denn an deſſen Beinkleidern habe er einen großen Fleck bemerkt, als er ihn von Galles abgerufen. Nach dieſen Mittheilungen habe dem Jancovius ſeine Beſchuldigung des Dittmann anſcheinend wieder leid gethan, und er von etwas Anderem geſprochen. Als jener vom Verhör zurückgekommen, ſei auch Jancovius durchaus nicht mehr gegen ihn aufgeregt geweſen; nur bei der Entkleidung habe er auf den ſcharf ausgewaſche⸗ nen Shawl des Dittmann aufmerkſam gemacht. Ditt⸗

mann ſelbſt habe ſich übrigens dreiſt und frech benom⸗

men. Die Ausſagen des Döring und Halliger über das Reſultat der Hausſuchung, namentlich über die vor⸗ gefundenen Kleider und deren Blutflecke, ſowie über die Blutſpuren am Nagel an der Thür, lauten ganz über⸗ einſtimmend mit den Angaben der Anklage und bieten ſonſt nichts Bemerkenswerthes. Nur zum Schluß warf der eine Zeuge einen pſychologiſch beachtenswerthen Zug hin; Jancovius erzählte ihm einmal gelegentlich: ganz auf gleiche Weiſe, wie ſeine Frau ermordet worden, habe er durch Eintreiben eines Keils in den Leib, einen Hund getödtet, und fuhr Jancovius fort das ſei in Italien nichts Ungewöhnliches, denn auf ſolche Art wür⸗ den viele Frauen dort ums Leben gebracht!*)

Dieſer letzte Theil der Ausſage machte einen nicht geringen Eindruck auf alle Anweſenden, und in der That wird hierdurch die Art der Verletzung der verehl.

*) Wir bedauern, daß dieſer Zug nur ſo beiläufig vom Gendarmen hingeworfen iſt. Andere Seelenmaler hätten vielleicht aus dieſen Farben das fertige Bild des Verbrechers, des Menſchen