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iſt Juhn
Der Goldschmied Jancovius. 429
Ebenſo der Bruder der Ermordeten, Kreisrichter P.... An ihn hat ſich ſeine Schweſter in früherer Zeit oft gewandt, um Schutz gegen die Beleidigungen ihres Mannes zu ſuchen, und er iſt es auch, der die Vermögensverhältniſſe zwiſchen beiden geordnet und vermittelt hat. Mit Wärme und Lebhaftigkeit gibt er ein Bild von dem Jancovius'ſchen ehelichen Leben. Dann ſpricht der Zeuge von der großen Genauigkeit, mit der der Angeklagte vor dem Begräbniſſe ihm den Hergang nach ſeinen Combinationen unter Vorführung der Lo⸗ calitäten dargeſtellt habe, und wie er endlich nach der Beerdigung unaufgefodert erklärt, der Erbſchaft ent⸗ ſagen zu wollen, obgleich er dann verhungern müſſe.
Am folgenden Tage ergab das nochmalige ſumma⸗ riſche Verhör der Angeklagten keine neuen Reſultate.
Es ward aber in der Beweisaufnahme fortgefahren.
Die unverehlichte Tiebel iſt die erſte fremde Perſon, welche auf dem Schauplatz des Verbrechens bald nach
deſſen Entdeckung erſchienen. Geſchäfte, ſagt ſie, hätten
ſie in das Haus geführt. In der Stube linker Hand ſei Licht geweſen und ein Mann habe wehklagend„Mein Gott, mein Gott!“ gerufen. Bei ihrem Eintritt, er⸗ zählt Zeugin weiter, lag die Leiche der Jancovius auf der Erde. Ihr Mann ſaß ganz allein auf dem Ambos neben ihr. Bald erſchienen Dittmann und Malwine Jancovius. In der Werkſtatt fand die Tiebel eine Pi⸗ ſtole und eine große Zange am Ambos. Dittmann habe ihr geſagt,„wer da gerade zugekommen wäre, hätte auch erſchlagen werden können!“ Die Zeit, wo ſie ins Haus getreten, gibt die Tiebel auf zwiſchen 7 und 7 ½ Uhr an.
Die unverehelichte Noppes, welche vor der Ermordung eine Zeitlang bei Jancovius als Aufwärterin gedient


