Zeitschriftenband 
24 (1856)
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vorwort. IX

glücklichen geſinnlos, wordenen Mädchens gedrun⸗ gen, war eine Wahrheit; die Geſchworenen hatten ein rechtes Verdict gefunden und Laroncidre, der, neuerdings freigelaſſen und verheirathet mit einer jungen reichen Holländerin, in behaglichem Aſyl, dem Rufe, ſei's des Verbrechens, der Schande oder des intereſſanten Abenteuers, nachträumen konnte Laroncière ſelbſt hatte lächelnd gegen Bekannte, ja gegen Jedermann geäußert, der es hören will: die Geſchworenen und die Richter haben diesmal ſcharfſinnig erkannt und die Kritik der Pſychologen und Juriſten in Frankreich und aller Lande hat ſich ſelbſt getäuſcht und betrogen. Außerdem noch Geſtändliches: Nicht ſinnloſe Lei⸗ denſchaft habe den jungen Wüſtling zur frechen That getrieben, ſondern eine ruchloſe Wette der jungen Cavalerieoffiziere in der Militairſchule von Saumurt er, zwar berühmt als Don Juan, habe es doch bis da immer nur gegen alternde, zweifelhafte, ihm halb entgegenkommende Frauen bewieſen, er ſolle ſeine Waffen doch einmal auch gegen ein junges, tugendhaftes, ſprödes Mädchen bewähren, damit man an ſeine wahrhaftige Sie⸗ gerkraft glauben könne. Laronciere nahm den Handſchuh auf. Was ſich daran knüpft: die Mittel, welche ihm den Weg erleichterten; die Verhält⸗ niſſe und Verbindungen in der Morel'ſchen Fa⸗ milie; weshalb andere Perſonen, die in der näch⸗