Jahrgang 
23 (1855)
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Seidenfaden. 429 uten, oder ſt Null bei der Confrontation das Elend der verlaſſenen alle von H Frau und Kinder des Seidenfaden in Rinteln mit den Angekommenn ſtärkſten Farben und aufs jämmerlichſte geſchildert, wäre und der Un ſein Muth gebrochen und er hätte bekannt: Ja, ich bin en imwiſche der Seidenfaden. den Augen Am 28. Auguſt 1835 ward er als Gefangener nach oribo konmn Holland eingeſchifft. Fünf Jahre hatte Seidenfaden in

kriegeriſcher Freiheit und Ehren verlebt, nach 6 Wochen erträglicher Haft auf einem Schiffe ſtand er wieder, als gemeiner Verbrecher eingekerkert auf europäiſchem Boden. Nachdem er vier Wochen in Harderwyk geblieben, ward er auf die Feſtung Arnheim gebracht. Was man hol⸗ ländiſcherſeits mit dieſer Zögerung beabſichtigt, iſt uns

ull und deſt hr wahrſchi er in ſteigen früher geſch

nicht geſagt. Aber erſt im Januar 1836 gelangte an Vihe. das kurheſſiſche Juſtizminiſterium in Caſſel eine Benach⸗ Shn richtigung der königlich Niederländiſchen Regierung im chnoren den Haag: daß der dem Vernehmen nach bereits zum Tode n der Pin⸗ verurtheilte Johann Heinrich Seidenfaden zu Arnheim Bande verhaftet ſei, und nach gehörig conſtatirter Identität ar, e ſei de der Perſon an die kurheſſiſche Behörde ausgeliefert wer⸗ ungehut den ſolle. Auch dieſſeits ſcheint man gezögert zu ha⸗ les in Abn ben, denn erſt im Februar traf der kurheſſiſche Gerichts⸗ Zeugen, diener Heinemann von Obernkirchen und der Gendarm ten dit Piepenbrink in Arnheim ein. Beide kannten den ent⸗ urde in gel wichenen Seidenfaden von Perſon, ſie übernahmen ihn öſtet Geleh⸗ und am 1. März überlieferten ſie ihn der Juſtiz und nicht, wi ſeinem Gefängniß in Rinteln. inmſin Seidenfaden hatte unterwegs keinen Fluchtverſuch gemacht. Mit voller Offenheit bekannte er jetzt zu Pro⸗ Nitchil tokoll ſeine Schickſale vom Augenblick ſeiner Flucht bis des pi zu dem, wo er wieder eingebracht worden. ana Aber vor dem grünen Tiſche ſeiner Richter waren nbo, em die ſechs Jahre ſeines Lebens, voll Glanz und unge⸗ Ab nn

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