VIII Porwort.
tereſſe ſind, noch immer einige aus dem Schatz der Vergangenheit hinzuzufügen oder vorauszu⸗ ſchicken. Wer daher durchaus nur von Dem, was heut und geſtern geſchehen, gerührt und„gepackt“ werden kann, das Vergleichen und Nachdenken aber über Aelteres und Vergangenes für vom Ue— berfluß und unerſprießlich hält, der überſchlage ſie. Aber wir verſichern unſere Leſer, daß ſie in dem erſten in dieſem Theil aufgenommenen Falle: Don Alvaro de Luna einen politiſchen Criminalpro⸗ ceß von ſo eigener Art finden, daß, obgleich er in dem Jahrhundert, das mit 1400 anfängt, ſpielt, er ſie von Anfang bis Ende wie ein ſeltener Ro⸗ man, oder eine großartige Tragödie feſſeln muß. So von höchſtem Intereſſe, einer warmblütigen Wahrheit, von den großen bis zu den kleinen Zügen, und einer tieferſchütternden Lehre tritt die einfache Geſchichte vor uns hin. Sie iſt kurz, aber das Leben einer Nation, eines Zeitalters rollt ſich in den wenigen Zügen vor uns auf. Wir entnahmen ſie aus den Vidas de Espanoles céle- bres von Don Manuel Josef Ouintana, dem neuerdings in Madrid von der Königin mit gro⸗ ßer Feier gekrönten Poeten, welcher, als Märtyrer für Verfaſſung und Freiheit verfolgt und lange in Ketten und Banden, aus eigener Erfahrung den bittern und nur zu wahren Satz ausſprechen konnte: „Die politiſchen Proceſſe verfolgen und ſtrafen
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