Jahrgang 
21 (1854)
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8 Helene Jegado.

Zeit zuvor dieſes Haus verlaſſen.Ich fürchte, hatte ſie zu ihrer Principalin geſagt,durch das öffentliche Gerücht aller dieſer Todesfälle beſchuldigt zu werden; überall, wo ich gehe, folgt mir der Tod.

Die Witwe Lorchy hatte ſie bei ſich aufgenommen; wenige Tage, nachdem ſie Speiſen genoſſen, welche die Jungfer Jegado zubereitet hatte, wurde ſie von Erbrechen ergriffen. Drei Tage darauf war ſie todt.

Den 9. Mai 1835 trat Helene Jegado in Dienſt bei Frau Tourſaint. Vier Perſonen, die hintereinander von derſelben Krankheit ergriffen wurden, welche ſich durch Brechen äußerte, ſtarben in einigen Tagen.

Die Jungfer Jegado verließ dieſes Haus und zog ſich als Penſionärin in das Kloſter des Ewigen Vaters (Père Eternel) in Auray zurück. Man ſchickte ſie fort; ihr boshafter Charakter hatte ſich in dieſer Kloſtergemeine durch Störungen geäußert, als deren einzige Urſache ſie ſich verdächtig gemacht hatte und die ſofort nach ihrem Weggange aufhörten. Sie vermiethete ſich zu Auray bei Anna Lecorvec den 3. December 1835. Nachdem ihre Principalin von einer durch die Angeklagte bereite⸗ ten Suppe gegeſſen hatte, ergriff ſie Erbrechen und hef⸗ tige Magenſchmerzen. 40 Stunden darauf war ſie todt. Ach, ſagte Helene Jegado zur Nichte der Anna Le⸗ corvec, welche ſie weinen ſah,ich bringe Unglück, die

Herrſchaften ſterben überall, wohin ich gehe. Sie ver⸗

ſchwand gerade am Tage des Begräbniſſes. Sie hatte ſich nach Plumeret, zu Anna Lefur zurück⸗

gezogen. Helene heuchelte vor dieſer fromme Gefühle;

ſie ſprach unaufhörlich von ihrem Wunſche, Nonne zu

werden, und ging oft, wie ſie ſagte, in das Kloſter zu

Auray, um die Schweſtern zu ſehen.

Anna Lefur, die eine vortreffliche Geſundheit hatte,