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Helene Jegado. 9
verfiel bald in eine Krankheit; die Angeklagte verließ ſie darauf.
Anna Lefur ſprach über ihre Krankheit mit einer ihrer Freundinnen, die ihr antwortete:„Du biſt glück⸗ lich, ſo wohlfeil ſie losgeworden zu ſein; die Jungfer Jegado iſt ein Ungeheuer, welches vergiftet.“ Anna Lefur erfuhr bald, daß dieſe heuchleriſche Dirne, anſtatt, wie ſie ſagte, in das Kloſter zu Auray zu gehen, die Soldaten der Garniſon beſuchte.
Sie trat in den Dienſt bei Madame Hetel, blieb aber da nur einige Tage. Herr Doré, ihr Schwieger⸗ ſohn, der von den Prieſtern zu Auray ihr Betragen im Kloſter und die aufeinander folgenden Todesfälle erfah⸗ ren hatte, gab ihr den Abſchied und ſchickte ſie fort. Während ihres Aufenthalts bei Madame Hetel wurde dieſe nach einer von Helenen zubereiteten Mahlzeit von Erbrechen ergriffen und ſtarb einige Tage nachher. He⸗ lene Jegado, die nicht länger in Auray bleiben konnte, verließ dieſe Stadt ebenſo, wie ſie Loemins zu verlaſſen genöthigt war, und vermiethete ſich als Köchin bei Herrn Jouanno in Pontivy. Einige Monate war ſie in dieſem Hauſe, als Emil Jouanno, ein Knabe von 14 Jahren, nach fünftägiger Krankheit in Folge von Erbrechen und Krämpfen ſtarb.
Von ihrer Herrſchaft entlaſſen, vermiethete ſich He⸗ lene Jegado bei Herrn Keraly d'Hennebont. Dieſer, welcher vor ihrer Ankunft in voller Geneſung nach einem intermittirenden Fieber war, erkrankte ſchwer und ſtarb in einigen Tagen. Dieſe Krankheit hatte ſich anfangs nach der Ausſage der Angeklagten, die ihn pflegte, durch Erbrechen gezeigt. Im December 1839 wurde Madame
Veron, bei welcher Helene Jegado damals wohnte, in 1**


