Der nürnberger Kassendiebstahl. 399 uiſth würfelt, ſeiner Schöpfung, gleich der Phantaſie des un⸗ hm dn ermüdlichen Kindes, ſich kindiſch erfreut und ſich end⸗ entwede lich ſo in ſie hineindenkt, daß er die feſte und durch nuß, det nichts zu erſchütternde Meinung gewinnt: ſo wie du „und dir ſie gebildet, hat die geſtohlene Kaſſe auch ausgeſehen Frzeugn und muß ſo ausgeſehen haben! iſt es unmöglich, daß der die Ge Mann, der ſich ſolch ein Bild zu ſchaffen gewußt, ſolche Ferunn Meinung in ſich zu tragen vermochte, es nicht immer tere Vr vor ſich ſchaute und dieſe in jenem nicht mehr und r Geni mehr befeſtigte?!— Da führt den Mann mit ſeiner
kranken Phantaſie das verhängnißvolle Geſchick in die
unſer Wohnung des Vergolders. Noch war vielleicht ſein Worten, Gemälde nur im Crayon; noch waren vielleicht die For⸗ n„Da men nicht ſo lebendig hervorgetreten, wie ſie ſich ſpäter⸗ en irunt hin geltend machten; noch mochte vielleicht ein wildes de ſiht Chaos von Gedanken an die Kaſſen, die er bereits ge⸗ egnſin ſchen, und die, von welcher er ſchon am frühen Mor⸗ t hu gen hören mußte, daß ſie geſtohlen ſer⸗ in ſeinem von der erſt überſtandenen Krankheit afficirten Gehirne käm⸗ pfen: ſo tritt er bei Mannert ein; es däucht ihm, als . wollte man ihn von dem Eintritte zurückhalten; das zſt ganze Benehmen der Leute iſt ihm auffallend(weit eher hatte vielleicht dieſe das ſeinige frappirt), der Gedanke uf. an die geſtohlene Kaſſe verfolgt ihn wie ein neckendes m 3 Geſpenſt, das ſich an ſeine Ferſen knüpft und in ſeine nd, Fußtapfen tritt; er läßt den Blick umherſchweifen, überall riun ſucht er, ſein Kopf ſiedet; die Hand, die geübt das wan⸗ blitzende Schermeſſer führt, zittert; die Augen rollen Mann, ringsum, hüpfen, wie trügende Irrlichter, auf und nie⸗ zen der: wenn er die geſtohlene Kaſſe entdeckte, wenn er uf jdn den Dieb herausbrächte!— Da winkt mit einem mal hle in Etwas, einer bemalten Eiſenkaſſe gleichend, unter dem aus v Tiſche in der Nähe der Kammerthüre hervor— ob es
ſomme


