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Friseur Dombrowsky. 7
die gebührende Achtung vor ihr hege und daß ein Ge⸗ fühl von Neigung zu ihr ihm überall nicht innewohne. Auffölligerweiſe hat er jedoch in der jüngſten Zeit vor Erkrankung der Verſtorbenen ſein Betragen wider dieſe inſofern geändert, als er ihr liebevoll entgegengetreten, ihr ſogar, was ſonſt nie vorgekommen, am 10. April ein Billet zum Theater geſchenkt und verſprochen hat, ſie am 11. April auf den Schützenball zu führen.
2) Iſt durch die Unterſuchung feſtgeſtellt, daß in bei⸗ den Taſchen des Dombrowösky'ſchen Schlafrocks, welcher bei der am 22. April dieſes Jahres in deſſen Wohnung ſtattgehabten Hausſuchung mit Beſchlag belegt iſt, me— talliſcher Arſenik von derſelben Beſchaffenheit, wie der im Magen der Verſtorbenen vorgefundene, namentlich auch in fein gepulverter Form enthalten geweſen iſt, und hat Angeklagter ſich über den Beſitz dieſes Giftes nicht zu legitimiren vermocht.
3) Iſt bei der vorgedachten Viſitation in der Küche der Dombrowoky'ſchen Wohnung eine Kruke mit gefärb⸗ ter arſeniger Säure aufgefunden; ingleichen hat Ange⸗ klagter nach den zu den Acten gekommenen, von ihm unterſchriebenen Giftſcheinen am 18. Auguſt 1844 für 2 Ggr. Arſenik, am 18. Juli 1848 für 1 Ggr. Fliegen⸗ ſtein und am 5. September 1849 gleichfalls für 1 Ggr. Fliegenſtein von hieſiger Apotheke entnommen. Gleich⸗ wol ſtellt derſelbe verdächtigerweiſe in Abrede, je Gift gekauft zu haben und überall im Beſitze von Gift ge⸗ weſen zu ſein.
4) Iſt nach dem Gutachten der Sachverſtändigen anzunehmen, daß das in ſo großer Quantität im Leich⸗ name vorgefundene Gift— allein im Magen ſind 19 Gran Arſenik enthalten geweſen— zu verſchiedenen malen in kleinen Doſen der Kranken beigebracht iſt, ein


