476 Franj Schall.
öffentlichen Gaſthofe, jeder hat es in der Zeitung geleſen, jeder kommt und frägt mich und die Sache wird noch mehr entſtellt durch Zuſatz und Lüge; das iſt ſehr eine harte Prüfung, ich wollte wünſchen ich wüſte von allen gar nichts, wie ich die ganzen Jahre nichts gewußt habe, dein Beſuch ſo lieb er mir war, wäre mir noch lieber ich wüßte noch nicht, wo du wäreſt, ich wäre dan nicht nach Berlin gekommen, ſo gern wie ich hätte meines Königs Stadt geſehen, den da ahnte Niemand das du mein Bruder wäreſt, weil der Name ein anderer iſt und ich wüſte es auch nicht, den Niemand hätte geſprochen, die Zeitung hätte ich nicht geleſen, ſo hätte ich es nicht gewuſt, ob du lebſt oder geſtorben biſt.“
„Lieber Franz! ich bitte Dich recht ſehr, ja ich bitte dich um Gotteswillen, ſage alles was Du weiſt, ich glaube es nicht, daß Du nichts wiſſen ſollteſt, den aus dem Grunde, weil du mit ſolchen Menſchen Umgang gehabt haſt, die man auf den erſten Blick erkennt, wel⸗ ches Geiſtes Kinder ſie ſind. Den als ich den Pfeffer ſah und hörte das ihr Euch kennt, ſo empörte ſich mein Inneres, dem könnte ich alles zutrauen nur nichts gutes. So ſage ich dir, thue der Welt doch noch den guten Dienſt, durch ein aufrichtiges Geſtändniß, auf das ſolche Menſchen die der Menſchlichen Geſellſchaft gefährlich ſein aufgehoben werden. Du darſſt dich nicht fürchten for ihren gefährlichen Plänen, fürchteſt Du dich, ſo gehſt Du zu Grunde, fürchteſt du ſie nicht, ſo nimſt du eine große Schuld von dir und die du fürchteſt wer⸗ den dan unſchädlich gemacht werden.“
„Haſt du noch ein Intereſſe? ich glaube nicht! da du doch verurtheilt biſt, ſo bindet dich ja nichts, und du kannſt alles offenbaren und dadurch erzeigſt du der Menſchheit wie auch Gott einen großen Dienſt, und


