Zeitschriftenband 
20 (1853)
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Franj Schall.

Sonntag Morgen, als Ebermann fortgegangen, zwiſchen Schall und Pfeffer die Sache richtig gemacht. Pfeffer, der klügere, kaltblütige Verbrecher, hielt ſich zurück, um ſpäter im Nothfall zu helfen; Schall, der ſanguiniſchere, ſchien ihm in einem ſolchen Zuſtande von Erbitterung und dabei klug und verſchlagen genug, um denſelben allein die That auf ſich nehmen zu laſſen. Schall, der Pfeffer's Mitſchuld an der mirower That bekannt, hätte keinen Grund gehabt, es zu verſchweigen, wenn Pfeffer ihm beim Morde ſelbſt behülflich geweſen. Die voran⸗ gegangene Conſpiration hatte er genug durch die Worte angedeutet, die er Jenen am vorangehenden Morgen ſprechen läßt.

Im mehr vertraulichen Geſpräche, denn er hatte eine Scheu, daß noch mehr über die Sache geſchrieben würde, entfielen ihm noch folgende Aeußerungen. Er hielt ſich noch jetzt für beſſer als die andern gemeinen Verbrecher.Ich will nicht als ein Schuft aus der Welt gehen, wiederholte er mehrmals. Das mirower Project hatte ihn ganz erfüllt:Wenn das gelang, da hätte man doch was Ordentliches verdient, und wäre endlich aus dem Schwindel und der Schmiere heraus⸗ gekommen, und hätte wieder ein ordentlicher Menſch werden können. Wenn man auf Ebermann zu ſpre⸗ chen kam, hob ſich ſeine Bruſt wie unter einem Alp⸗ drücken. Einmal rief er aus:Mein ganzer innerer Menſch wäre zu Grunde gegangen, ſo hatte er mich umſtrickt und gefaßt. Ich mußte mich ſei⸗ ner entledigen, um frei zu werden, um meinen innern Menſchen zu retten.

Gleich nach der That hätte er von nichts Rechen⸗ ſchaft geben können, er wußte es nicht, in ſolcher inne⸗ rer Aufregung war er geweſen. Nachher traten ihm