Franzj Schall.
weil ich mich dieſes Menſchen entledigen mußte, da er mich fortwährend zu neuen ſchlechten Streichen auf⸗ foderte.“
Am Morgen des Mordtages, alſo Sonntag den 9. September, Vormittags 9 Uhr, ſeien Ebermann und Pfeffer in ſeiner, Schall's, Wohnung geweſen. Sie be⸗ ſprachen den ſchon lange ausgekundſchafteten und pro⸗ jectirten Einbruch und Diebſtahl in der Erbgruft zu Mirow. Darüber entſtand ein heftiger Streit. Schall und Pfeffer waren einig, daß noch nicht dazu die Zeit wäre; Ebermann, durch die Verhältniſſe gedrängt, ver⸗ wegen und auf ſein Glück bauend, beſtand darauf. Da die beiden Andern nicht nachgeben wollten, drohte er, ſo wolle er allein nach Mirow und es allein ausführen. Ebermann war der Mann, ſein Wort zu löſen. Als er irritirt fortgegangen, ſagte Pfeffer zu Schall:„Wie werden wir nur den langen Schlingel los; er verdirbt uns Alles!“
Ob Schall darauf den Mord beſchloſſen, überging er auch in dieſer letzten Ausſage; er hielt ſich nur ans Factum. Die Umſtände, wie Beide, Ebermann und er, aus Berlin fortgegangen, ſich in Charlottenburg getrennt und wieder getroffen, wie ſie über die Schloßbrücke ge⸗ gangen, um auf der rechten Spreeſeite ihren Weg nach Spandau zu ſuchen, in der Abſicht, hinter der Feſtung Rehe zu ſchießen, wie ihr Wortwechſel beim Nebenein⸗ andergehen in Streit ausgeartet, wie die Wuth in Bei⸗ den gekocht, wie Ebermann ſeine Flinte weggeſetzt, wie er, in neue Wuth gerathend, ausgerufen:„Mit dir werde ich keine Umſtände machen!“ alles Das ſtimmte faſt ganz mit ſeiner vorletzten Angabe, wo er aus Nothwehr den Andern ermordet haben wollte. Die Schwäne blieben hier weg; dafür iſt es wahrſcheinlich, daß die Meinungs⸗


