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Franz Schall. 467
halm. Dann gab er zur Sache noch folgende Erklärung, an deren Wahrhaftigkeit zu zweifeln kein Grund iſt.
Er ſei überzeugt, daß kein Anderer als Pfeffer„die Hanſen geſchoſſen“. Pfeffer habe ihm in Spandau im Gefängniß zugerufen: er ſolle nur feſtbleiben, dann wolle er Alles für ihn thun, was er nur könne. Und Pfeffer ſei ein Mann, auf den man trauen könne. Uebrigens gab er zu verſtehen, daß das Motiv nicht ſowol Freundſchaft und Liebe zu ihm ſei, als die Furcht, daß er, Schall, den mirower Einbruch ver⸗ rathen könne.
Am 9. Februar ward dem Verurtheilten angekün⸗ digt, daß ſeine Hinrichtung übermorgen am 11. ſtatt⸗ finden werde. Auch jetzt verließ ihn ſeine Faſſung nicht; „Gott ſei Dank, daß es endlich einmal ſo weit iſt!“ rief er aus.
Aber es war doch eine Veränderung mit ihm einge⸗ treten. Er hatte die ganze Nacht zum 10. nicht ge⸗ ſchlafen. Am Morgen war wieder der Geiſtliche bei ihm; es verlautete, daß er in ſich gegangen, und am Nachmittage legte er ſein letztes Geſtändniß vor dem Unterſuchungsrichter ab. Der Eingang lautete un⸗ gefähr:
„Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, das mor⸗ gen erſt zu ſagen, wenn ich rausgeführt würde— denn es müſſen doch zwölf Bürger als Zeugen dabei ſein— und ich mag das auch nicht weiter zu Protocoll geben, weil das nur unnütze Schreiberei und Aufſchub macht; ich bin meines Lebens überdrüſſig und möchte die alten Knochen ſo bald wie möglich los werden.“
Indeſſen gab er Folgendes zu Protocoll:
„Ich kann Ihnen das ſehr kurz ſagen: Ich habe Ebermann mit ruhiger Entſchloſſenheit todtgeſchlagen,


