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Franz Schall. 463
terlichen Genoſſen, es war kein Spiel. Er ſtürzte auf ihn zu und umfaßte mit beiden Armen Ebermann's Leib dergeſtalt, daß die Flinte zwiſchen Beider Körper in die Mitte kam, die Mündung nach oben. So rangen ſie Beide und ſtürzten auf dem unebenen Boden nieder. Ebermann, der Särkere und Größere, kam oben zu liegen und benutzte ſeine Uebermacht, indem er dem kleinern und ſchwächern Schall mit einer Hand an die Gurgel faßte. Dann ſah der Gepreßte, halb Erwürgte, wie Ebermann mit der andern Hand ſein Meſſer aus der Taſche zog; er brachte es auch bis an den Mund, wo er ſich Mühe gab, es mit den Zähnen zu öffnen. Die Flinte ward während dieſes verzweiflungsvollen Kampfes von Keinem gehalten, ſie ward von Beiden feſtgedrückt. Da, in der äußerſten Verzweiflung, verſucht Schall mit der Hand nach dem Kolben zu faſſen. Es gelingt ihm und mit dem Finger drückt er beide Drücker zugleich los. Mit einem fürchterlichen Knall entladen ſich beide Läufe zugleich,— wohin, dafür hat Schall keine Aufmerkſam⸗ keit; er hat nur in der Angſt, in der Hoffnung losge⸗ drückt, daß ihn die Exploſion von der erpreſſenden Um⸗ armung des ſtarken, furchtbaren Mannes losmache.
Das Terrain war abſchüſſig, ihre Lage ſo, daß ſie mit den Köpfen niedriger waren als mit den Füßen. Schall, der Kleinere, hatte mit dem Kopfe etwa gegen die Bruſt Ebermann's gedrückt gelegen, als im fortge⸗ ſetzten Ringen und Wälzen es Schall gelingt, jetzt auf Ebermann zu liegen. Seine Wuth iſt krampfhaft, es gilt ja ſein Leben; da kriegt er Ebermann's Meſſer zu erfaſſen, es iſt geöffnet, und in der„in Verzweiflung übergegangenen Wuth“ ſchneidet er Ebermann den Kopf ab. Er warf den Kopf, ſo weit er konnte, fort ins Schilf, das Meſſer auch. Dann, zur halben Beſinnung
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