Zeitschriftenband 
20 (1853)
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Franz Schall.

auf den Weg nach Charlottenburg gemacht, um von da nach Spandau zu gehen, hinter welchem Orte wol ein Reh zu erlegen ſei. Noch in Charlottenburg, wo ſie einkehrten, mußte Schall die Zeche bezahlen. Sie gingen über die Schloßbrücke und machten ſich auf den Weg nach Spandau. Es iſt ein ungewöhnlicher Weg über die Spreewieſen, ihnen aber war er ein bekannter. An⸗ fangs hielten ſie ſich rechts nach dem Hochwalde, der Jungfernhaide, zu. Ebermann aber lenkte links, nach dem Röhricht der Spree zu. Er wolle verſuchen, ob er nicht ein Paar Schwäne ſchießen könne. Ebermann hatte ſeine Büchsflinte mit, und ſchon früher, auf dem Wege nach Charlottenburg, war das Geſpräch davon, daß Schall ihm dieſe Büchſe abkaufen ſolle, um ſich damit bezahlt zu machen. Später war die Rede davon, daß Ebermann in Spandau einen Käufer für die Flinte ſuchen wolle. Schall wollte nichts von dem Schwäne⸗ ſchießen wiſſen, es ſei dummes Zeug, da es ſchon dun⸗ kele, eine unſichere Sache, und gefährlich, da die Förſter jetzt gut aufpaßten. Auch brauche ſeine Frau die Schwa⸗ nenfedern nicht, der Ebermann, wie er erklärt, ſie ſchen⸗ ken wolle. Darüber geriethen ſie aufs neue in Streit, der in kurzen Intervallen immer wieder friſch ausbrach; Ebermann hatte aber, wie immer, ſeinen Willen, denn er drängte vom Wege rechts ab und ſie waren am Röh⸗ richt an der faulen Spree.

Da hielt Ebermann plötzlich an, ſtellte ſeine Büchs⸗ flinte an einen Strauch, ſtieß den Stock in die Erde, zog den Rock aus und ſtopfte ſeine Pfeife. Der Streit entbrannte aufs neue. Mit einer heftigen Bewegung rief Ebermann:Mit dir will ich keine Umſtände ma⸗ chen! und hatte ſchon die Büchsflinte ergriffen, die er an beiden Läufen ſpannte. Schall kannte ſeinen fürch⸗