Zeitschriftenband 
20 (1853)
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William Prynn. 11

Gott Sr. Majeſtät eignes und Seiner Unterthanen Glück und Wohlergehen geſehen und erkannt hat, welches in dem Frieden beſteht, deſſen wir uns unter Sr. Majeſtät glücklicher Regierung erfreuen. Und dieſe Verſicherung iſt wahr und aufrichtig, welche andere Deutung man ihr auch geben möge. Er verſichert, daß er ſeinen Unter⸗ thaneneid(oath of supremacy and allegiance) auf der Univerſität und in den Gerichtshöfen, wo er ſeine Grade erlangt, abgelegt hat. Daß es ihm ferner nie in Sinn gekommen, Schisma und Aufruhr zu billigen. Und wenn irgend etwas in ſeinem Buche, ſeiner Meinung entgegen, einer Misdeutung unterläge, entweder gegen Sr. Maje⸗ ſtät Regierung, den Staat, oder Ihre Gnaden, die Lords ſo wirft er ſich Sr. Majeſtät zu Dero königlichen Füßen und fleht um Gnade und Pardon. Und er appellirt an Euer Gnaden günſtige Deutung ſolcher Stellen ſeines Buches. Und wünſcht außerdem, daß ſie ihm gewogen ſeien und es wohl beachten möchten, wie er ſchon ein Jahr im Tower als Gefangener ſitzt. Und dies iſt der Inhalt ſeiner Klagebeantwortung.

Der Curialſtil dieſer Klagebeantwortung, dem wir genau zu folgen uns bemüht haben, läßt manche Un⸗ klarheit über die Verhältniſſe des Druckes und der Cen⸗ ſur, er gewährt aber auch Blicke in beide Verhältniſſe welche für viele Leſer von Intereſſe ſein werden. So ſah es in dem glücklichen England zu Anfang des 17. Jahrhunderts mit der Preſſe aus, um nicht mit der Preßfreiheit zu ſagen. Drei Monat behielt der Cenſor den ſich der Schriftſteller aufſuchen mußte, ein Manu⸗ ſcript in Verſchluß und es konnte über drei Jahr dauern, ehe ein Buch unter Beihilfe der Cenſur ans Licht der Welt trat. Der Cenſor, ein Name, der freilich nicht exiſtirte, konnte Correcturen in das Manuſeript machen