Zeitschriftenband 
19 (1852)
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Candidat Rüsau. 449

Als Belege der Volksſtimme hier zum Schluß Ei⸗ niges in Proſa und Poeſie, denn auch dieſe bemächtigte ſich natürlich des Ereigniſſes, welches alle andern ver⸗ ſchlang.Dieſer Unſinn des Fanatismus muß aus⸗ gerottet werden wie die Hundswuth, ruft ein Volks⸗ mann gegen die Vertheidiger.Denn Menſchen dieſer Art haben ein anſteckendes Gift bei ſich. Wer ſie erſt bemitleidet und vertheidigt, wird leicht ſelbſt zum Schwär⸗ mer. Man ſollte, wie Nero, allen dieſen entmenſchten Phantaſten nur einen Hals wünſchen, damit der Scharf⸗ richter ſie alle mit einem Schlage von der Erde vertil⸗ gen könnte; denn zu bekehren ſind ſie nicht. Die Poeten eifern insgeſammt in ihren Verſen gegen dengrauſa men Menſchen. Ein Trauergedicht beim Grabe der

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ſechs Ermordeten ruft:

Eine Greuelthat ganz ohne alle Gleichen Hat hier die Gemüther plötzlich ſo empört, Eine That, wovon die Weltgeſchichten ſchweigen, Und wovon noch nie ein ſterblich Ohr gehört. Am Hinrichtungstage ward für zwei Schillinge ein flie⸗ gendes Blatt verkauft, die ſchreckliche That und Hin⸗ richtung ſchildernd,nebſt einem für dieſen Gegenſtand ſchicklichen Liede, worin es heißt: Nicht Pflicht, nicht Gaſtrecht war ihm heilig, Nicht Bürgerglück, Geſetz, Natur; Sein Herz, entmenſchet und abſcheulich, Denkt Tod, Mord und Vernichtung nur. Die Gattin und fünf Kinder fällt Sein Mordſtahl für die andre Welt.

Für eine beß're Welt? Er glaubet

Den tröſtenden Gedanken nicht. Vernichtung denkt er ſich und raubet Den Seinen Leben, Freud' und Licht.

Ihr höchſtes Gut nach ſeinem Sinn Nimmt er mit Räuberhänden hin.