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Candidat Rüsau. 445
ren“ zum Richtplatz geführt werden ſollen. Da habe es ihm Freude gemacht, daß er ſich ſeiner Perücke be— dienen dürfen.
Der älteſte Bruchvoigt fragte ihn: ob er den Weg nach dem Richtplatz zu Fuß machen oder fahren wolle?
„Darf ich noch wollen!“ ſagte er.„O man ver⸗ fährt menſchlich mit mir. Wenn ich denn wählen kann, ſo will ich fahren.“
Im Wagen ſchlug der Frohn mit Schonung ſeine Arme um ihn, während Rüſau ſich an ſeine Bruſt lehnte. Des Hutes, den er mitgenommen, bediente er ſich nicht. Des Frohn Geſicht war von tiefer, ängſtli⸗ cher Theilnahme bewegt, auf Rüſau's ſpiegelte ſich ſchon die Stumpfheit und Erſchöpfung des Geiſtes. Er ſchien ein Todter zu ſein, den man zur Schau vor⸗ überführte.
Der Weg führte durch eine zahlloſe Menſchenmenge in die Vorſtadt St.⸗Georg nach dem dort befindlichen alten„Köpfelberg“. Der Raum iſt jetzt von neuen Straßen eingeſchloſſen.
Beim Abſteigen am Schaffot ſammelte er ſich wie⸗ der und ſtieg in der Haltung eines Betenden mit auf⸗ gehobenen Händen die Treppe hinauf.„Ich ſteige em⸗ por“, ſoll er geſagt haben,„um durch den Tod die Menſchen mit mir zu verſöhnen; möchte ich auch bei Gott Vergebung empfangen.“
Er entkleidete ſich, bat, ſeine Chenille der Frau Hen— nings zu übergeben, welcher er beim Abſchiede ſchon ſei⸗ nen einfachen goldenen Ring geſchenkt hatte, warf einige Blicke auf das Rad und fragte nach dem Scharfrichter: „Wo iſt der Executor, mein lieber Hennings?“
Hier ſteht er, ſprach der Scharfrichter.
„O, mein Freund“, rief Rüſau,„Gott ſtärke das
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