beſonne ihn den de war:
eben, et cgangen, ja doch Schande
ſte Ret aus der
Auguſ endiges, Oh die geftlt. war es
ſeiner päthal⸗ ch diet er ſcht an den h nicht zu he⸗
um 00 Gl⸗ nodes duch eichen
Candidat Rüsau. 429 Die ſtrahlende Auguſtſonne ging auf, aber ſein Ent⸗ ſchluß war ſchon gefaßt.*)
„Mit vollem Bewußtſein“, heißt es,„aber auch mit voller Ueberzeugung der Nothwendigkeit und der Unver⸗ meidlichkeit der ſchrecklichſten That, ſprang Rüſau nach 4 uhr aus dem Bette.“ Er eilte an ſein Pult und nahm ein Raſirmeſſer, das ſeit zwei Jahren ungebraucht darin lag, und ein franzöſiſches Einlegemeſſer, das er vor einem Vierteljahre ſchleifen laſſen, doch damals nur
zum Brotſchneiden, heraus. Mit einem Druck ſchnitt
er der neben ihm liegenden Gattin die Gurgel ab. Sie verſchied, ohne einen Laut von ſich zu geben. Er will darauf erbebt ſein, doch ſtand ſein eiſerner Glaube an die Nothwendigkeit der That augenblicklich wieder feſt da. Er konnte ja nicht mehr zurück, er mußte weiter.
In derſelben Stube ſchlief ſein einziger Sohn, ein Knabe von 5 Jahren. Er ſtarb ebenſo raſch.
Er ging die Treppe hinauf. Hier ſchliefen in einem Zimmer ſeine älteſte Tochter und ſeine beiden jüngſten. Jene, ein blühendes, hübſches, allgemein geliebtes Mäd⸗ chen, 16 Jahre alt, lag ſo, daß er den mörderiſchen Schnitt nicht auf ein Mal ausführen konnte. Sie er⸗ wachte, und, nach ihrer Wunde zu ſchließen, muß ſie mehrmals in das Meſſer gegriffen haben. Rüſau wußte nichts Gewiſſes darüber. Er ſah nichts mehr. Die bei⸗ den jüngſten Mädchen von 7 und 3 Jahren waren von dem Kampfe nicht erwacht. Sie ſollten überhaupt nicht mehr erwachen.
*) Nach einer andern gedruckten Nachricht blieb Rüſau allein auf und ließ ſich jetzt eine Bouteille rothen Wein von einem in der Nähe wohnenden Weinhändler holen. Eine Bouteille macht in Hamburg keinen Mann trunken. Bis 4 Uhr ſei er nun brütend in dem Schlafzimmer aufgeblieben.


