6 Gräfin Somerset und ihr Gatte.
Laune und Aufwallung folgend, preisgegeben und ohne Scheu und Reue ihm ihre Arme öffne. Im Eifer der Freundſchaft drohte er ſogar, ſich ganz von ihm los⸗ zuſagen, wenn er ſeine Ehre ſo weit vergeſſen und die Gräfin wirklich heirathen könne.
Rocheſter war ſo ſchwach, dies ganze Geſpräch ſeiner Geliebten, der Gräfin, mitzutheilen. Sie erglühte in Wuth und Haß gegen den ſchändlichen Freund,— ſie ſchwor ihm Rache. Rocheſter war noch ſchwächer, er ſchwor ihr, er wolle für ſie Rache an ihm nehmen.
Einſtweilen aber galt es weniger das, als den ge⸗ fährlichen Mann, der ihr Vorhaben hinderte, unſchäd⸗ lich machen. Eine Intrigue ward planirt und ausgeführt, für welche der Boden Englands uns kaum tragbar er⸗ ſcheint.
Rocheſter eröffnete in einer vertrauten Stunde ſeinem königlichen Gönner, wie er ſich durch die Launen und Arroganz ſeines Schützlings und Freundes Overbury jetzt in einer unangenehmen Lage befinde. Er habe ihn zu viel gewähren laſſen und derſelbe poche jetzt auf das Vertrauen; es wäre ihm lieb, wenn er ihn auf gute Weiſe von London entfernen könne. Es ſollte gerade ein engliſcher Geſandter nach Moskau geſchickt werden. Er ſchlug Overbury vor; es werde für beide Theile ein ehrenwerther Ausweg ſein und Overbury das einträgliche Amt mit Vergnügen annehmen. Der König willfahrte ſeinem Liebling und der Freund erhielt die Miſſion.
Overbury berieth ſich mit Rocheſter. Dieſer aber war ſchnell in eine andere Rolle geſchlüpft. Er wider⸗ rieth ihm ernſtlich die Ambaſſade anzunehmen und ver⸗ ſprach ihm, wenn er es ausſchlüge, beim Könige ſein Für⸗ ſprecher zu ſein, und die Sache zu ſeinen Gunſten zu applaniren.
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