Zeitschriftenband 
19 (1852)
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Sir Thomas Overbury war auch in dieſem Liebes⸗ verhältniß Robert's Vertrauter. Letzterer hatte ſich ſogar im Anfang ſeiner Feder bedient, um die Geliebte zu ge⸗ winnen, und ſolange Overbury darin ein Spiel der Phantaſie und Galanterie gewahrte, hatte er herzlich zu⸗ geſtimmt und war den Liebenden behülflich geweſen, einen Schleier über das Verhältniß zu werfen, ſolange es ihnen nöthig ſchien. Als erfahrener Günſtling wußte er, daß eine ſolche Aventure nur dazu diene ein neues intereſſantes Licht auf ſeinen Freund und Gönner zu werfen. Ja, es müſſe des Königs Gunſt für Rocheſter nur erhöhen, denn Jakob empfand einen ungemeinen Kitzel, wenn er von neuen Liebesverhältniſſen an ſeinem Hofe hörte, und öffnete ſein Ohr mit Vergnügen jeder Mittheilung der Art.

Ganz entgegengeſetzter Anſicht war Overbury, als ihm Rocheſter den Plan, die Geliebte zu heirathen, mittheilte, und er brauchte alle Mittel, von einem ſo thörichten Vor⸗ ſatz abzureden. Er ſtellte ihm vor, wie ſchwierig es ſein werde, welch gehäſſiges Licht auf ihn zurückwerfen, wenn er wirklich eine Scheidung ertrotzen wolle; wie es einen Flecken auf ſeine Ehre werfen müſſe, ein Weib in ſein Ehebett zu nehmen, die ſich ſelbſt rückſichtslos, einer