Zeitschriftenband 
19 (1852)
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lohnte ihm dieſe Sorgfalt durch raſche Fortſchritte in dem, was ſein König politiſche Weisheit nannte.

Bald regneten Ehren, Auszeichnungen und Geſchenke auf ihn. Er ward zum Ritter geſchlagen, zum Viscount Rocheſter erhoben, geſchmückt mit dem Hoſenbandorden, kam in den Geheimenrath, und ehe er noch ein beſtimm⸗ tes Amt erhalten, hatte er ſchon die oberſte Leitung aller politiſchen Geſchäfte im Cabinet des Königs. Während der tüchtige Miniſter Salisbury kaum Mittel auftreiben konnte, bei der herrſchenden Verſchwendung immer die Staatsmaſchine in Gang zu erhalten, wurde der unbe⸗ deutende und nutzloſe Menſch mit Gütern und Schen⸗ kungen überhäuft.

Der junge Günſtling war indeſſen nicht ſo trunken von ſeinem Glück, daß er nicht ſelbſt ſeine Unwiſſenheit und Mangel an Kenntniſſen gefühlt hätte. Er ſchloß ſich deshalb einem Freunde, oder dem, den er ſo nannte, an und war glücklicher in ſeiner Wahl, als es in ſolchen Fällen ſonſt zu ſein pflegt. Der Geſchichtsſchreiber Hume nennt Sir Thomas Overbury einen umſichtigen und aufrichtigen Rathgeber, der in der Hoffnung, durch den jungen Favoriten des Hofes ſelbſt zu ſteigen, ihm kluge und gemäßigte Grundſätze einzuimpfen ſuchte.Indem er Jedermann zu dienen ſuchte, gelang es ihm den Neid zu beſchwichtigen, den ſeine plötzliche Erhebung anregen mußte; indem er die Engländer bevorzugte, wandte er das Vorurtheil von ſich ab, das jener Zeit die ſchotti⸗ ſchen Emporkömmlinge in England traf. Und ſolange er ſich durch Overbury's wohlgemeinte Rathſchläge lei⸗ ten ließ, erfreute er ſich, was ſo ſelten iſt, der höchſten Gunſt ſeines Fürſten, ohne vom Volke gehaßt zu ſein. Aus den Proceßverhandlungen fällt kein ſo günſtiges Licht auf Overbury zurück.

Gräfin Somerset und ihr Gatte.

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