Jahrgang 
18 (1852)
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X Vorwort.

berühmten Mannes ſetzen wir Folgendes hierher, was für die Leſer als lebendige Einleitung zu dem actenmäßig Berichteten von Intereſſe ſein dürfte:

Einbrüche und ſchauerliche Räubergeſchichten gehörten bei uns zum täglichen Leben, und wir Knaben waren ſo darin eingeweiht, daß wir ſie als etwas betrachteten, was eben nicht anders iſt und ſein kann. Es drohte einem Jeden, wie an⸗ dere Unfälle, und wer davon verſchont blieb, der pries ſich glücklich. Wie das Hemde uns näher iſt als der Rock, intereſſirte es uns daher auch mehr, wenn es hieß, der Fetzer iſt wieder losge⸗ brochen oder die und die Bande iſt wieder da und dort eingebrochen, als wenn es hieß, die Oeſtreicher

haben die Franzoſen geſchlagen, oder der und 2

ner General kommt über den Rhein gezogen. Wenn einer oder der andere der großen Räuber gefangen und eingebracht wurde, erfreute es wol, die Freude war aber doch mit einem geheimen Schauer verbunden, denn man zweifelte gar nicht, daß er bald wieder losbrechen müßte. Eine all⸗ gemeine Verfolgung und Ausrottung des Unweſens hielten wir für ganz unmöglich, und es gehörte auch in der That, um dies möglich zu machen, das Genie und die raſtloſe Ausdauer eines ſo ausge⸗

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