Vorwort. X
zeichneten Mannes wie der Staatsprocurator Keil dazu.(Siehe den Bericht.) Namentlich waren wir in Köln, der großen und reichen Stadt, immer von Schrecken erfüllt, denn Jeder wußte, daß eine gute Anzahl der Räuber hier immerfort ihren Aufenthalt hatten, entweder wenn ſie auf der Lauer lagen, oder wenn es galt ihre geraubten Schätze zu verpraſſen. In den tauſend Schlupfwinkeln der winkligen Stadt fanden ſie ebenſo viel Gelegen⸗ heit ſich den Augen der Sicherheitsbehörden zu entziehen. So war es gar kein Geheimniß, daß einer ihrer Hauptagenten, der nur vermittelte und zubrachte, ſelbſt aber nicht ſtahl, unter uns wohnte. Ich ſah ihn oft, als Knabe, den berüchtigten Spielmanns Mathias drüben in Deutz an der Brücke ſtehen. Wenn er mit ſeinen ſchlauen Au⸗ gen umhergrinſte, ſich den Mund ſtrich und uns Schulknaben grüßte, überſchauerte er uns wol und wir liefen in plötzlicher Furcht davon. Das hin⸗ derte uns aber nicht, wieder umzukehren und ihn uns wieder anzuſehen, denn er war ein berühmter Mann, und er nahm dieſe Achtungsbezeugung auch ganz wohlgefällig an. War er mit Jemand im Geſpräch, ſo wußten wir, was die Glocke ge⸗ ſchlagen hatte, und daß wieder ein neuer Ein⸗


