vorwort. R
von Abenteuerluſt getrieben, dort von der Verzweif⸗ lung gepreßt, mitten auf dem Kriegstheater, wo es ſich um die höchſten Fragen ſtritt, das Eigenthums⸗ recht in einer praktiſchen Art und durch faſt zwei Decennien ſo bekriegten, daß die Thaten der großen Räuberbanden nach dem Dreißigjährigen Kriege da⸗ gegen in den Hintergrund treten, und ein Schrecken unter den Bewohnern der Rheinlande rege ward, der noch über den ging, welchen die Wechſelfälle des Kriegs für die davon Betroffenen erzeugt hatten.
Ins öſtliche und ſüdliche Deutſchland iſt we⸗ nig mehr von dieſen Räubergeſchichten herüberge⸗ klungen als der Name Schinderhannes, der
doch nur ein minder bedeutender Ausläufer dieſer
Räuberheroenzeit war. Im Rheinlande lebt dage⸗ gen noch die Erinnerung an die Schrecken der Vãä⸗ terzeit in zahlreichen Volksbüchern; in den Schen⸗ ken und Winterſtuben erzählt man ſich von Da⸗ mian Heſſel dem Studenten(wie die Spanier von ihrem Guerrillasfahrer lestudiante), vom großen Fetzer und ſeinem herviſchen Tode unter der Guil⸗ lotine, der Thurm am Rhein, aus dem er einſt entſprang, heißt im Volksmund der Fetzerthurm, und des Spielmanns Mathias iſt noch heute eine wohlbekannte Geſtalt. Aus dem Munde eines


