Zeitschriftenband 
17 (1851)
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456 VBomal.

niedergedrückt. Nach einer verlöſchten Stelle heißt es weiter:(Ich umarme Dich von ganzem Herzen. Ich drücke Dich in meine Arme. Und dieſe treffliche Frau erbittet von Ihnen Ihren Segen über ihre Kinder. Sie bittet Sie, mit Ihren Chefs ſich nicht zu überwerfen lieber ein Ave Maria zu beten und ſich zu gedulden.

Ich werde Ihnen alle dieſe Briefe vorleſen laſſen, damit Sie darüber nachdenken, was Sie Ihrer Frau und Ihren Kindern ſchuldig waren!

Die Worte des Präſidenten machten auf Alle einen großen Eindruck. Bomal ſetzte ſich ruhig auf die Bank nieder, ohne ein Wort zu ſagen.

Die Vertheidiger ergriffen den einen einzigen Aus⸗ weg, den in andern Ländern und zu andern Zeiten die Mediciner ihnen vorweg genommen hätten: Bomal hahe dieſe entſetzlichen Verbrechen, die man ſich wiederzuet⸗ zählen ſcheut, nur in einem Zuſtande von ſtiller Raſerei verüben können. So wenig uns die Anklage befriedigt, als ſie pſychologiſch den Ideengang des Verbrechers zu 3 enthüllen verſuchte, kann uns die Anſchauung des Ver⸗ theidigers, die er von der raſenden Handlungsweiſe des Mordes entwirft, davon überführen, daß er im Handeln an den Zuſtand von Unzurechnungsfähigkeit auch nMx. geſtreift, welcher die Strafbarkeit aufhebt. Der theidiger läßt ihn in einer Art Mondſüchtigkeit alt, 3 ruhig, gleichgültig die Werkzeuge zu ſeinen Verbrichen anſammeln, ſich ſo gerüſtet an einen Strick zum Fen herausgleiten, wo das geringſte Geräuſch ihn verrathen können, wo er wiſſen müſſen, daß die Söhne des Hauſes 5 ausgegangen, zurückkehren, ihm begegnen können Was ſei ſeine eingeſtändliche Abſicht geweſen?

Familie durch Erſtickung umzubringen.Warum thut er nichts als das Holz zurecht legen? Aber er ſteigt in