Zeitschriftenband 
17 (1851)
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Vomal. 453

hat ſie mit einem wahren Luxus von Vorſichtsmaßregeln umhüllt, welche ihm ſeine Ungeſtraftheit geſichert haben würden, wenn es die Vorſehung nicht anders gewollt. Meine Herren Geſchworenen, wollte ich von Ihnen nichts als ein Verdict Schuldig erhalten, ſo begnügte ich mich damit, meine Anklageacte Ihnen vorzuleſen. Ihr Ge⸗ wiſſen wäre aber damit nicht zufrieden. Wo ſolche ſchreiende Verbrechen begangen ſind, muß im Intereſſe der Geſell ſchaft ein ganz beſonderes helles Licht darauf geworfen werden, und es iſt meine Pflicht, Ihnen den Menſchen ſelbſt zu zeigen, der die Verbrechen beging und welche Motive ihn dazu geleitet. Sie werden daraus erſehen, daß das einzige Motiv, welches ihn zu Thaten bewogen, die man ſich wieder zu ſchildern ſcheut, der grauenvollſte Egoismus iſt. Schon 1841 ſagte ſein Chef, Herr de Bröeta, daß er ein zankſüchtiger Menſch ſei, immet unzufrieden, und daß er nie eine gute Meinung von ihm gehabt. Sie ſehen einen andern Beweis ſeiner Ver⸗ derbtheit in den Ausgaben, die er zwei Tage vor dem Verbrechen in einer Schänke machte.(Sind uns nicht mitgetheilt.) Beſonders hebe ich vor Ihnen heraus die Leichtfertigkeit, mit der er ſich gegen die jungen Mädchen benahm, die in ſein Haus traten. Ohne darauf näher eingehen zu wollen, werden Sie mit mir einer Meinung ſein, daß dieſer Menſch keine Achtung vor ſich ſelbſt hatte. Wie führte er ſich in ſeiner Familie, wie nament⸗ lich gegen eine Frau auf, die ihm nur Beweiſe ihrer Zuneigung und Aufopferung gegeben hatte. Sie nahm nach dem Brandverſuch von 1841 ſeine Partei, und er⸗ eiferte ſich ſogar gegen die Zeugen, welche gegen ihn ausgeſagt hatten. Wie muß er ſich, wie hat er ſich ge⸗ gen dieſe treue liebevolle Familie benommen, daß ſie fo⸗ gar den Wunſch ausdrückte, er möchte an einen Ort,