Zeitschriftenband 
17 (1851)
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durch die Conſtitutionen des Kaiſerthums geheiigt und in den hundert Tagen erneuert wurde; ich betrachte nicht weiter, was Ihre Regierung gethan hat; ich ſpreche auch nicht von den natürlichen und Gefühlen, die jede Verurtheilung verdammen, ich begnüge mich nur mit einem: werfen Sie keine entehren trafe auf die⸗ ſen Namen. Das geht tch, im Angeſicht des Landes. Das iſt heut und in dieſer Zeit unmöglich.

Mit einer infamirenden Strafe auf den Namen Na⸗ poleon's, wollt Ihr damit den Frieden vom übrigen Eu⸗ ropa erkaufen?

Verlaſſen Sie die allgemeinen Pflichtberückſichti⸗ gungen, ſeien Sie in dieſem Augenblick nicht Geſetzge⸗ ber, werden Sie wieder Menſchen und glauben Sie mir, Frankreich hat noch eine Werthſchätzung für natür⸗ liche Gefühle und es weiß noch, welch ein Glück es iſt, menſchlich zu fühlen.

Man will Sie zu Richtern machen, man will, daß Sie eine Strafe ausſprechen ſollen gegen den Reffen des Kaiſers? Aber wer ſind Sie denn? Grafen, Barone, Sie, die Sie Miniſter waren, Generale, Senatoren, Marſchälle, wem verdanken Sie denn Ihre Titel, Ihre Größe?

Ohne Zweifel Ihrer anerkannten Befähigung, aber ebenſo wol der Munificenz des Kaiſerthums, über das Sie heut zu Gericht ſitzen ſollen... Glauben Sie mir, es liegt etwas Gewichtiges in dieſen Betrachtungen. Eine Verurtheilung zu einer entehrenden Strafe iſt un⸗

24 Louis Napoleon Ponapar

möglich. Im Anblick der Wohlthaten des Kaiſerthums

wäre das eine Immoralität.

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