Zeitschriftenband 
17 (1851)
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Louis Hapoleon Vonaparte. 23

Seien wir muthig, ſprechen wir Alles aus, ehe wir urtheilen. Wenn hier ein Verbrechen vorliegt, ſo haben Sie es hervorgerufen durch die Principe, welche Sie aufgeſtellt, durch die feierlichen Acte der Regierung. Sie haben ihn inſpirirt durch die Gefühle, mit denen Sie ganz Frankreich belebten, und unter allen Franzoſen zu⸗ erſt den Erben Napoleon's ſelbſt...

Soll ich von der Strafe reden, die Sie ausſprechen können? Wenn Sie ſich als Tribunal conſtituiren, wenn Sie nach dem Criminalcoder ſprechen, gibt es nur eine den Tod! Wohlan! Trotzdem, daß Sie ſich Rich⸗ ter nennen, daß Sie ein Criminalgericht bilden wollen, ſo wollen Sie doch nur einen politiſchen Act ausführen. Sie wollen nicht durch Ihr Urtheil ſchaudern machen, Sie wollen nicht in dem Lande dieſelben Gefühle und Sympathien verwunden, welche Sie hervorzurufen be⸗ ſtrebt ſind. Sie wollen nicht an demſelben Tage einen großen Namen, den Namen Napoleon's auf einen Sarg ſchreiben und ihn zugleich auf das Schaffot führen. Nein, ſeinen Tod werden Sie nicht ausſprechen.

Alſo werden Sie einen politiſchen Act begehen, Sie werden politiſche Rückſichten zulaſſen, Sie werden das Geſetz bei Seite ſetzen. Es iſt keine Frage mehr von Nachſicht, es iſt rein die politiſche Vernunft, welche einen politiſchen Körper in ſeinen Entſchlüſſen beſtimmen wird... Können Sie, nach Ihren Geſetzen auf ewiges Gefängniß erkennen? Auf eine entehrende Strafe! Meine Herren, ich verlaſſe Alles, was ich geſagt habe. Ich laſſe bei Seite die Autorität des politiſchen Prin⸗ cips; ich ſpreche nicht mehr von der Unmöglichkeit, hier einen gültigen Spruch zu erlaſſen, ohne daß das Volk zuſammenberufen iſt und ſich ausgeſprochen hat zwiſchen dem von Ihnen conſtituirten Rechte und dem, welches