Zeitschriftenband 
17 (1851)
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2 Louis Napoleon Ponaparte.

len wir wie Menſchen die menſchlichen Handlungen. Seien wir gerecht gegen Alles. Bis wohin iſt man gegangen? Unter einem Fürſten, der zu einer andern Zeit Waffen gefodert hatte, um gegen die kaiſerliche Ar⸗ mee zu fechten, und Den zu bekämpfen, den er den cor⸗ ſiſchen Uſurpator nannte, unter ihm hat man es für nö⸗ thig gehalten, den Stolz dieſes Namens in Frankreich wieder zu erwecken und all die erhabenen Gefühle, die uns an das Kaiſerthum knüpfen. Sein Miniſter hat uns geſagt: Er war der legitime Souverain unſeres Londes!

Da war es, wo der junge Prinz Das wirklich wer⸗ den ſah, was bis dahin nur die Vorahnung der Män⸗ ner von der Regierung geweſen. Er ſah den Tractat von London unterzeichnen, er fand ſich mitten unter Leuten, welche dieſen Combinationsplan gegen Frankreich anzet⸗ telten, und wollen Sie es verdammen, wenn dieſer junge Mann ſei er auch blind, tollkühn, anmaßend, ſo viel Sie Luſt haben, jedenfalls hat er ein Herz, und darin rollt ein heißes Blut und ein alter Haß iſt ererbt wol⸗ len Sie ihn verdammen, wenn er, ohne ſich Rechenſchaft über ſeine Kräfte abzulegen, geſprochen hat:Dieſer Name, den man tönen läßt, gehört ja mir, an mir iſt es, ihn lebendig an die Grenze zu führen! Er wird den Sieg nur wieder erwecken! Wer ſoll dieſe Waf⸗ fen auf ſeinem Sarge niederlegen? Können Sie dieſe Waffen dem Sohne des Soldaten abſtreiten? Nein! Und darum hat er, ohne Vorausbedacht, ohne Be⸗ rechnung, ohne Verbindungen, aber jung, glühend, im Vollgefühl ſeines Namens, ſeines Geſchickes, ſeines Ruh⸗

mes, zu ſich geſprochen:Ich werde gehen und die

Waffen auf ſein Grab legen und ich werde zu Frankreich ſprechen: Hier bin ich! Wollt Ihr mit mir?

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