Zeitschriftenband 
17 (1851)
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Louis Hapoleon Bonaparte. 21

der Zukunft verſprochen. In dieſem Proceß handelt es ſich nicht um die Legitimität. Aber 1830 hat das Volk ſeine Legitimität proclamirt. Es hat erklärt, daß ſie in den Rechten und dem Willen der Majorität der Bürger ruhe. Auch Sie, meine Herren, haben es anerkannt, und es ſteht an der Spitze des neuen Fundamentalge⸗ ſetzes...

Meine Herren, iſt Das nichts mehr, was 1830 geſchehen? Wollen Sie nichts mehr davon wiſſen? Iſt es nichts mehr, das ganze Syſtem der öffentlichen Rechte eines Landes verändern? Iſt es nichts mehr, die Fun⸗ damentalgeſetze eines Staats umwerfen und andere da⸗ für ſubſtituiren? Nichts, vor dem Angeſicht eines in⸗ telligenten und kühnen Volkes Principien proclamiren, welche ihm die Ausübung der Rechte Aller gewähren? Iſt das wirklich nichts mehr, meine Herren?

Was hat Prinz Napoleon geſagt?Die Volks⸗ ſouverainetät iſt in Frankreich erklärt, und wie kann dieſe Souverainetät übertragen werden? Und wie kann dieſe Uebertragung conſtatirt werden, wenn nicht durch eine beſtimmte, unbeſtreitbare Manifeſtation des Natio⸗ nalwillens! In Ihrer Gegenwart hat er es ausgeſpro⸗ chen: dieſe unbeſtreitbare Manifeſtation iſt der Wille der Bürger. Ich erblicke ſie nicht in dem Beſchluß der 219 Deputirten und in dem eines Theils der Pairskammer von 1830.

Iſt es denn ein Phantom? Iſt denn die Ein⸗ ſetzung der kaiſerlichen Familie nichts als eine Illuſion? Was ſie gethan, hallt durch die ganze Welt wieder, und ſpricht laut nicht in Frankreich allein, nein, bei den Völ⸗ kern von Europa. Nein, es war kein Traum dieſe Stiftung des Kaiſerthums.

Seien wir Menſchen, meine Herren, und beurthei⸗