Zeitschriftenband 
17 (1851)
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18 Louis Napoleon Bonaparte.

den, nicht ſeiner Würde, ſeinem Ruhme, ſeinen Rechten, ſeinen Intereſſen. Meine Aufführung, meine Ueberzeu⸗ gungen beweiſen es.

Als 1830 das Volk ſeine Souverainetät wieder er⸗ oberte, glaubte ich, daß der nächſte Morgen nach der Eroberung ſo loyal ſein werde, als die Eroberung ſelbſt war, und daß Frankreichs Schickſale für immer befeſtigt ſein würden. Aber das Land hat die traurige Erfah⸗ rung der letztvergangenen 10 Jahre gemacht. Ich glaubte, daß das Votum von vier Millionen ſeiner Mitbürger, welche meine Familie auf den Thron berufen, uns we⸗ nigſtens die Pflicht auflege, an die Nation zu appelliren und ſie um ihren Willen zu fragen.

Ich glaubte, daß, wenn in dem Nationalcongreß, den ich zuſammenberufen wollte, man auf Anſprüche zu hören geneigt wäre, ich dort die glänzenden Erinnerun⸗ gen des Kaiſerthums den Franzoſen ins Gedächtniß ru⸗ fen müſſe. Sprechen dürfe ich dort von dem älteſten Bruder des Kaiſers, dieſem tugendhaften Manne, der, mir voran, der würdige Erbe iſt, und vors Auge dürfe ich rücken dem Frankreich, das jetzt geſchwächt iſt, über⸗ gangen im Congreß der Könige, das Frankreich von ehemals, ſo ſtark im Innern, ſo mächtig nach außen und geachtet. Die Nation hätte geantwortet: Republik oder Monarchie, Kaiſerthum oder Königthum. Von ihm, ſei⸗ ner Entſcheidung hätte das Ende unſerer Uebel, der Schluß unſerer Zwietracht abgehangen.

Was mein Unternehmen betrifft, ich wiederhole es,

ich habe keine Mitſchuldige. Allein habe ich Alles be⸗ ſchloſſen. Niemand hat vorher gewußt um meinen Plan, um meine Mittel, meine Hoffnungen. Wenn ich ſchuld⸗ bar bin gegen irgend Jemand, ſo iſt es nur gegen meine Freunde. Mögen ſie mich nur darin nicht entſchuldigen,

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