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Louis Napoleon Vonapartr. 2
freie Stimmen conſtatirt worden, als da, wo das Volk die Conſtitutionen des Kaiſerthums annahm.
„Die Nation hat dieſen großen Act ihrer Souverai⸗ netät nie zurückgenommen und der Kaiſer hat die Wahr⸗ heit ausgeſprochen:„„Alles, was ohne ihre Zuſtimmung geſchehen, iſt illegitim.““
„Wahren Sie ſich, meine Herren, vor dem Glauben, daß ich den Impulſen einer ungeſtümen Jugend folgend und meinem Ehrgeiz, nichts Anderes gewollt, als in Frankreich, gegen den Willen des Landes, eine Reſtau⸗ ration des Kaiſerthums verſuchen. Ich bin erzogen wor⸗ den unter erhabenen Lehren, ich ward groß unter edlen Beiſpielen.
„Ich bin von einem Vater geboren, der von ſeinem Thron ſtieg ohne Kummer und Verdruß. Es geſchah an dem Tage, wo er es nicht mehr für möglich hielt, die Intereſſen des Volkes, deſſen Heil ihm anvertraut war, mit denen ſeines Geburtslandes, Frankreich, zu verſöhnen.
„Der Kaiſer, mein Oheim, zog es vor die Kaiſer⸗ würde niederzulegen, als, vermöge der Verträge, die en⸗ gen Grenzen anzunehmen, welche die Fremden Frankreich aufdrücken wollten, und die es zugänglich machten allen den Drohungen und Erniedrigungen, welche das Aus⸗ land gegenwärtig gegen uns ſich erlaubt.
„Keinen Tag meines Lebens, wo ich frei athmete, habe ich dieſe Lehren vergeſſen.
„Die unverdiente und grauſame Verbannung, welche durch 20 Jahre mich getroffen und von den Stufen des Throns, auf denen ich geboren, mich in das Gefängniß geführt, aus dem ich komme, hat mein Herz weder ver⸗ giftet, noch meinen Muth erſchlafft. Sie konnte mich Frankreich auch nicht an einem einzigen Tage entfrem⸗


