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16 Louis Napoleon Bonaparte.
auf der Bank der Angeklagten; ihm zunächſt hatte man den alten General Montholon geſetzt.
Nachdem die nöthigen Schriftſtücke verleſen waren, wandte ſich der Präſident an den Prinzen:
— Louis Napoleon Bonaparte, ſtehen Sie auf, Ihr Verhör beginnt.
Der Prinz erhob ſich:„Ehe ich auf Ihre Fragen antworte“, ſagte er,„habe ich dem Hofe einige Bemer⸗ kungen vorzulegen.
„Zum erſten Mal in meinem Leben iſt es mir end⸗ lich vergönnt, meine Stimme in Frankreich tönen zu laſſen und frei zu den Franzoſen zu ſprechen.
„Trotz der Wachen, die mich umgeben, trotz der Anſchuldigungen, die ich hören muß, bin ich doch noch ſo erfüllt von den Eindrücken meiner Kindheit, daß ich unter Ihnen, meine Herren, von denen ich die Mehr⸗ zahl kenne, hier zwiſchen den vier Wänden des Senates, das Gefühl habe, als brauche ich mich nicht zu rechtfer⸗ tigen, als könnten Sie nicht meine Richter ſein. Eine feierliche Gelegenheit iſt mir endlich geworden, mich aus⸗
2 zuſprechen vor meinen Mitbürgern über meine Auffüh⸗
rung, meine Abſichten, Plane, was ich denke und was ich will.
„Ohne Stolz und ohne Schwäche ſei es, wenn ich mich der Rechte erinnere, welche die Nation in die Hände meiner Familie gelegt hat. Es geſchieht nur, um auch der Pflichten zu gedenken, welche dieſe Rechte uns auf⸗ erlegen.
„Seitdem vor 50 Jahren das Princip der Volks⸗ ſouverainetät in Frankreich ausgeſprochen und geheiligt worden, und zwar durch die gewaltigſte Revolution, von der die Welt weiß, hat ſich der Volkswille niemals ſo feierlich manifeſtirt, er iſt nie durch ſo zahlreiche und
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