Zeitschriftenband 
17 (1851)
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Louis Hapoleon Bonaparte. 11

nicht Da trat plötzlich ein Capitain der Compagnien zwi⸗ ſchen die Fraterniſirenden. Er ſuchte die Soldaten zu it in ihrer Pflicht zurückzuführen. Ein Tumult entſtand. Die ipp's Anhänger des Prinzen wollten ihn fortſtoßen. Es war itteln ein bei ſeinen Leuten ſehr beliebter Offizier. Sie glaub⸗ Es ten, man wolle ihm ans Leben. Sie ſchrien: Man muß ttai⸗ ihn retten! und drängten ſich um ihn. Es entſtand eine ſolte unaus ſprechliche Verwirrung, deren Reſultat war, daß wirkt beide Truppen ſich trennten. Es kam nicht zu offenen Fr⸗ Feindſeligkeiten, aber die Compagnien marſchirten nicht in mit den Napoleoniſten.

An Anhängern ſchien aber der Prinz dadurch noch nicht verloren zu haben, denn als er die Kaſerne verließ,

rern enen folgte ihm ein tumultuöſer Haufe von gegen 300 Men⸗ wall, ſchen. Hier hatte Napoleon's Name elektriſch gewirkt. iden. Sie blieben in einem Geſchrei: Es lebe der Kaiſer! und den foderten Waffen. urtte Die Geſammttruppe wandte ſich nach der obern nzö⸗ Stadt, wo die Citadelle liegt. Hier, wußte man, war Um ein Waffenvorrath. Die Thore waren verſchloſſen. Von inmn einem offenen Widerſtand weiß man nichts, aber man hatte keinen Schlüſſel, und die Anſtrengungen, die Thore ſcht, zu erbrechen, mislangen. An einem verſchloſſenen Thore

6 ſcheiterte die Kaiſerunternehmung!

o9 Der Prinz ließ ſeine Truppen nach der Richtung der Säule zu abmarſchiren. Seine Freunde, unter ih⸗ nen General Montholon, erkannten das Unternehmen

für verunglückt. Sie riethen ihm zum Rückzug. Noch war er möglich. Louis Napoleon wollte nichts davon N hören, er erklärte mit Feſtigkeit: er wolle auf dem Boden Frankreichs ſterben, von dem er ſo lange verbannt ge⸗ ppe weſen. Ueber dieſe Debatte zwiſchen ihm und ſeinen

Anhängern vergingen koſtbare Augenblicke Endlich ließ