Zeitschriftenband 
17 (1851)
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4 Louis Napoleon Bonaparte.

Euer Handel gedrückt worden iſt. Er hatte ſich in⸗ zwiſchen ſelbſt mit dem Oberſt Vaudrey und einigen Artilleriſten des Regiments nach dem Quartier Finkenat gewandt, wo das 46. Linienregiment lag. Umſonſt ver⸗ ſuchte er alle Künſte der Beredtſamkeit, um die Solda⸗ ten zu gewinnen. Sie hörten nicht auf ihn, und zeigten ſich ſogar augenblicklich bereit, auf Befehl ihrer Offiziere ihn und ſeine Suite zu verhaften.

Man weiß über die Attaque von Strasburg Vieles aus den Zeitungen, was die Gerichtsverhandlungen nicht gebracht haben. Nicht, weil es unrichtig war, ſondern weil die Gerichtsverhandlungen überhaupt aus einer großen Lücke beſtehen; dann, weil die Scheu und Ehr⸗ furcht vor dem Namen Napoleon, welche dieſe Lücke veranlaßte, auch officiell Alles fortließ, was nur zur Verunglimpfung deſſelben dienen konnte. Man weiß, daß der junge Prinz in Hut, Uniform und Stellung ſeines gro⸗ ßen Oheims ſich vor den Soldaten und Bürgern der Stadt präſentirte. Die Kleider machten den entgegengeſetz⸗ ten Eindruck von Dem, was ſie ſollten. Man weiß, daß dieſer übel berathene Einfall auch durch allerhand In⸗ triguen und Liebesabenteuer begleitet war und unterſtützt werden ſollte. Eine ſchöne und galante Sängerin, Ma⸗ dame Gordon, ſpielte dabei eine bedeutende Rolle als Concertgeberin und Geliebte mehrer der auftretenden Perſonen. Daß ein dauerndes Verhältniß dieſelbe an Louis Napoleon knüpfte, geht daraus hervor, daß ſie ihn ſpäter nach Paris begleitet und noch im Hauſe des Präſidenten eine nicht unwichtige Rolle geſpielt hat. Sie iſt erſt vor kurzem geſtorben. Aber Alles, was man weiß, ſpricht von der frivol leichtſinnigen Weiſe, mit der ein ungeheures Unternehmen begonnen ward, und es iſt bisher nicht verſucht worden, aus Dem, was

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