Zeitschriftenband 
17 (1851)
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Louis Napoleon Bonaparte. 3

ter andern von Herrn Parquin und dem Oberſten des 4. Artillerieregiments Vaudrey, ſowie einer beträchtlichen

Anzahl Artilleriſten dieſes Regiments, ſei er vor die Be

hörden dieſer Stadt getreten und habe ihnen ſeine Ab⸗ ſicht erklärt, die Regierung zu ſtürzen. Der Trupp be⸗ gab ſich darauf nach der Wohnung des Militairgouver⸗ neurs, General Voirol. Sie nahmen ihn in ihre Mitte und erklärten ihn zu ihrem Gefangenen. Der General war nicht gewillt, ſo mit ſich ſpielen zu laſſen. Er nahm den Neffen nicht für den Onkel und ſtrengte ſeine Au⸗ torität und militairiſche Beredtſamkeit an, um die ver⸗ irrten Soldaten zu ihrer Pflicht zurückzurufen. Es ge⸗ lang ihm. Er konnte ſich ſeinen Wächtern entreißen, auf den Hof ſtürzen, ſein Pferd beſteigen. Der geſchla⸗ gene Generalmarſch hatte das 16. Linienregiment ver⸗

ſammelt. An der Spitze deſſelben marſchirte er nach der

Citadelle, um dieſe zu ſichern. Es ſchien aber kaum nö⸗ thig, der Aufſtand hatte nicht um ſich gegriffen. Er rückte mit der Militairmacht wieder hinaus und durch die Straßen der Stadt.

Der Prinz hatte Proclamationen an die Strasburger austheilen laſſen. Es heißt in denſelben:Euch die Ehre, zuerſt eine Gewalt umgeſtoßen zu haben, die, Skla⸗ vin der Heiligen Allianz, jeden Tag mehr und mehr Eure Zukunft als civiliſirtes Volk compromittirte. Die Regierung Louis Philipp's verabſcheute Euch beſonders, tapfere Strasburger, weil ſie Alles verabſcheut, was groß, edelmüthig und national iſt; ſie hat Eure Ehre beleidigt, indem ſie Eure Legionen auflöſte(ein Factum, das ſich in dieſem Augenblick unter deſſelben Louis Na⸗ poleon Auſpicien wiederholt), ſie hat Euern Intereſſen geſchadet, indem ſie die Eingangszölle aufrecht erhielt und fremden Douanen erlaubte, ſich zu bilden, wodurch

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