Zeitschriftenband 
17 (1851)
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2% Louis Hapoleon Bonaparte.

Lächerlichen, der ihn für immer getroffen zu haben ſchien,

zu löſen. Das iſt überall eine ſchwere Aufgabe, eine

außerordentliche in Frankreich. Damals ſtärkten Louis Napoleon's verunglückte Ver⸗

ſuche den Thron des Königs der Franzoſen. Durch die

Angriffe der Napoleoniden erſchien ſeine eigene Legitimi⸗ tät gekräftigt.

Louis Napoleon Bonaparte, Sohn Louis Bona⸗ parte's, des Erkönigs von Holland, und der berühmten Hortenſe, der Neffe des Kaiſers, lebte im Thurgau in der Schweiz. Es liefen wol dunkle Gerüchte um vom Ehrgeiz des jungen Prinzen, der es auf ſich genommen, der Repräſentant der Ehre und der Anſprüche ſeiner Fa⸗ milie zu ſein, auch wol, daß er ſeine Hoffnungen nähre durch die Unzufriedenheit in Frankreich mit der Julidy⸗ naſtie; auch ward ſchon damals, wie ſeitdem und jetzt, mit der Schweiz verhandelt wegen der Flüchtlinge, die, das Aſylrecht misbrauchend, in den Cantonen entweder conſpirirten oder conſpiriren ſollten. Von poſitiven Planen des Prinzen ſcheint man indeß nicht unterrichtet geweſen zu ſein.

Am 1. November 1836 erſchien n Extrablatt des

Moniteur. Es brachte, zur größten Verwunderun

der Pariſer eine telegraphiſche Depeſche des Inhalts daß der Prinz Louis Napoleon einen Verſuch gemacht, die Garniſon von Strasburg zu inſurgiren und ſich dieſer Stadt zu bemächtigen. Die Depeſche war aber nur ein Fragment; der Nebel hatte das Ende abge⸗ ſchnitten. Erſt die Mallepoſt, die von Strasburg ankam, brachte folgende vollſtändige Nachricht über die dortigen Begebenheiten:

Plötzlich ſei der gedachte junge Prinz in der Mitte mehrer Offiziere in Strasburg erſchienen. Begleitet un⸗

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