Zeitschriftenband 
16 (1850)
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Das Verschwinden des Tord Bathurst in Perleberg. 469

Froſt faſt umkomme. Sie hatte glücklicherweiſe, oder, wie ſie jetzt meint, unglücklicherweiſe kochendes Waſſer in der Küche. Sie brachte ſelbſt den Thee in das Zim⸗ mer des Commandanten, wo der Fremde in einem faſt beklagenswerthen Zuſtande ſich befand. Er war von Froſt oder Angſt geſchüttelt, daß er kaum die Arme bewegen konnte, um die Theetaſſe zu ergreifen. Klitzing ſelbſt befand ſich gerade ſehr unwohl, faſt krank; er hatte einen geſchwollenen Hals, dieſen dick umwickelt, daß er kaum ein lautes Wort ſprechen konnte.(Und doch reiſt er am folgenden Tage fort, ohne zu ſagen, wohin, und bleibt zwei Tage aus!) Er forderte das junge Mädchen deshalb auf, mit dem Fremden die Un⸗ terhaltung zu führen, was auch erträglich ging, da er etwas deutſch, ſie etwas franzöſiſch verſtand. Sie ſpra⸗ chen aber nur, was der Augenblick bedingte: daß er, der Fremde, ſehr angegriffen ſei und daß er ſchnell wie⸗ der fortmüſſe. Er war ein ausnehmend ſchöner junger Mann, von ſtattlichem Weſen, trug einen Brillanten an der Bruſt, helle Beinkleider und einen prachtvollen Pelz. Er war ſehr freundlich und dankbar für den Thee, der ihn ſichtlich erquickte, und wollte dem jungen Mäd⸗ chen etwas in die Hand drücken. Als ſie es anzuneh⸗ men weigerte, klopfte er ſie auf die Schultern und ſagte: Du biſt ein gutes liebes Kind. Dann fuhr er wieder in ſeinen Pelz und ſagte, daß er fortmüſſe, und ſtürzte hinaus.

Das mochte zwiſchen 5 und 6 Uhr geweſen ſein. Möglich, daß ſich in dieſer Zeitbeſtimmung nach 41 Jah⸗ ren die Dame irrt, die, was das Uebrige anlangt, be⸗ theuert, daß ſie einen Eid darauf ableiſten könne und daß ihr, was ſie damals erlebt, noch ſo deutlich vor Augen ſtehe, als wenn ſie es geſtern erſt erlebt.